Ressourcen schonen: Warum weniger Abfall mehr für die Zukunft bedeutet
Verpackungen begegnen uns jeden Tag – beim Einkauf, bei der Lieferung von Paketen oder beim Take-away-Mittagessen. Dass es wichtig ist, diese Materialien nicht einfach „zu entsorgen“, sondern als wertvolle Ressourcen in den Kreislauf zurückzuführen, zeigen unsere aktuellen Zahlen aus der Region Hannover.
Unsere Bilanz 2025: Ein Trend zum bewussten Konsum
Im Jahr 2025 hat die Abfall- und Wertstoffsammlung von aha insgesamt 13.845 Tonnen Leichtverpackungen in der Region Hannover eingesammelt. Pro Einwohner*in entspricht dies rund 27 Kilogramm.
Ein Blick auf den Vergleich zum Vorjahr zeigt eine spannende Entwicklung: Nachdem wir 2024 noch 14.371 Tonnen an Leichtverpackungen sammeln konnten, ist die Menge im Jahr 2025 leicht gesunken.
Dieser Rückgang ist ein starkes Signal für unsere Region. Er deutet darauf hin, dass die Vermeidung von Verpackungen immer stärker in den Fokus rückt. Ein bewussterer Einkauf – sei es durch den Griff zu unverpackten Produkten, den Verzicht auf unnötige Umverpackungen oder eine generell zurückhaltendere Konsumweise – ist der effektivste Weg, um Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen. Jedes Kilogramm, das nicht produziert wird, schont unsere Umwelt und spart Energie.
Ein Blick in die Zukunft: Neue Regeln und höhere Quoten
Auch auf gesetzlicher Ebene tut sich einiges: Seit dem 12. August 2026 ist die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) in Kraft, ergänzt durch das deutsche Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG).
Die neuen Regelungen verfolgen ein ambitioniertes Ziel: Die Recyclingquoten für Verpackungsabfälle sollen weiter angehoben werden. Dies ist ein entscheidender Schritt, um den Übergang zur echten Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen und die Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu reduzieren.
Was bedeutet das für Sie? Für Ihren Alltag ändert sich vorerst nichts. Die bewährte Sammlung über die gelbe Tonne bleibt bestehen, genauso wie unsere Pfandsysteme. Die PPWR zielt darauf ab, den Lebenszyklus von Verpackungen europaweit zu harmonisieren, Schadstoffe (wie PFAS) zu limitieren und die Recyclingfähigkeit zu steigern.
Erst vermeiden, dann trennen: Ihr Beitrag zählt
Auch wenn der Gesetzgeber die Weichen für höhere Recyclingquoten stellt: Die Trennung der unvermeidbaren Verpackungsabfälle bleibt das Fundament unserer Arbeit. Nur durch eine saubere Trennung können Sortieranlagen aus den gesammelten Wertstoffen hochwertige Rezyklate gewinnen, um die neuen, strengeren Quoten auch zu erfüllen.
Wir bei aha sind stolz darauf, dass durch Ihr Engagement – sei es durch konsequente Mülltrennung oder bewussten Konsumverzicht – die Menge der gesammelten Leichtverpackungen in der Region gesunken ist. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen: Erst vermeiden, dann trennen – für eine nachhaltigere Region Hannover.
Haben Sie Fragen zur richtigen Trennung? Besuchen Sie unsere Website unter www.aha-region.de für hilfreiche Tipps und alle Informationen rund um die Wertstoffsammlung.
Quellenhinweis: Informationen zu den rechtlichen Änderungen und Recyclingquoten wurden dem Umweltbundesamt entnommen (weitere Informationen unter: www.umweltbundesamt.de/themen/neue-regeln-fuer-verpackungen-bringen-plus-fuer).



