Die Tannenbaumaktion 2026 ist abgeschlossen. In den vergangenen Wochen haben unsere Teams im gesamten Regionsgebiet Schwerstarbeit geleistet, um die ausgedienten Weihnachtsbäume einzusammeln. Wir haben unsere Kollegen Schmidt und Müller bei ihrer Tour begleitet und einen Blick hinter die Kulissen eines echten Knochenjobs geworfen.
Ein harter Einsatz bei Wind und Wetter
Während die meisten von uns noch die gemütliche Nachweihnachtszeit genossen, hieß es für unsere „Tannenbaum-Tandems“: Anpacken. Geschätzte 340.000 Bäume mussten bewegt werden. Das war in diesem Jahr eine besondere Herausforderung, denn der Januar zeigte sich von seiner ungemütlichen Seite.
„Besonders die Tage mit Schneefall waren hart“, erinnerte sich Kollege Müller. „In manchen Straßen im Umland mussten wir die Bäume erst aus den Schneewehen freischaufeln, bevor wir sie zum Wagen tragen konnten.“ Jeder einzelne Baum wurde händisch verladen – bei Nässe und Frost ein Kraftakt, der den Kollegen alles abverlangte.
Zwei Wege, ein Ziel: Stadt und Umland
Damit die Logistik funktionierte, waren zwei verschiedene Systeme im Einsatz. Im Stadtgebiet Hannover steuerten unsere Teams die über 200 eingerichteten Sammelstellen an. Im Umland hingegen lief die Abholung parallel zur regulären Biomüllabfuhr direkt vor der Haustür.
„Das System hat gut funktioniert, auch wenn uns falsch abgestellte Bäume an ‚wilden Sammelplätzen‘ immer wieder vor zusätzliche Aufgaben stellten“, berichtete Kollege Schmidt. Solche außerplanmäßigen Touren verursachten leider unnötige Mehrkosten, doch unser Ziel war klar: Die Region sollte sauber bleiben.
Das Problem mit dem Rest-Glitzer
Ein ständiger Begleiter war der vergessene Baumschmuck. Damit die Bäume verwertet werden konnten, mussten sie komplett abgeschmückt sein. Doch in der Praxis fanden die Kollegen oft noch Lametta, Lichterketten oder sogar kleine Zäune in den Tannen.
„Lametta ist kein Dünger“, betonte Schmidt im Interview. Wo immer es möglich war, entfernten die Teams den Schmuck noch vor Ort händisch, damit die Qualität des späteren Komposts nicht gefährdet wurde.
Sinnvolle Arbeit: Der Kreislauf schloss sich
Warum haben wir diesen Aufwand betrieben? Weil die 340.000 Tannenbäume ein wertvoller Rohstoff sind. Sie wurden nicht einfach entsorgt, sondern in unsere Kompostwerke gebracht. Dort dienten sie als wichtiges Strukturmaterial.
Die geschredderten Zweige sorgten für die nötige Durchlüftung im Kompostierungsprozess. Das Ergebnis dieser harten Arbeit können die Bürgerinnen und Bürger bald selbst in den Händen halten: hochwertigen Kompost und Blumenerde, die wieder zurück in die Gärten der Region wandern.
Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen für ihren unermüdlichen Einsatz und den Bürgerinnen und Bürgern für die Unterstützung bei dieser gelebten Kreislaufwirtschaft!
