Seit Anfang Januar fordert uns der Winter in der Region Hannover heraus. Mit dem Start unseres Winterdiensttickers haben wir Sie täglich über die aktuelle Lage auf den Straßen informiert. Heute ziehen wir eine erste Bilanz, werfen einen Blick hinter die Kulissen unserer Einsatzleitung und erklären, warum Sicherheit für uns immer an erster Stelle steht – sowohl für Sie als auch für unsere Teams.
Ein starkes Team im Dauereinsatz
Wenn es draußen noch dunkel ist und die meisten Menschen in Hannover noch schlafen, beginnt für unsere Kolleginnen und Kollegen der Arbeitstag. Seit dem ersten Wintereinbruch Anfang Januar sind wir im Dauereinsatz.
Die Zahlen hinter dem Einsatz:
- Frühaufsteher: Ab 3:00 Uhr morgens sorgt die Rufbereitschaft (ca. 180 Personen) für erste Sicherheit.
- Volle Kraft: Sobald der Berufsverkehr einsetzt, stocken wir auf bis zu 280 Beschäftigte und über 200 Fahrzeuge auf.
- Logistik: Wir haben bereits mehrere Tausend Tonnen Salz und Splitt sowie tausende Liter Sole ausgebracht, um die wichtigsten Verkehrsader eisfrei zu halten.
Warum sind nicht alle Straßen gleichzeitig „schwarz“?
Eine Frage, die uns im Ticker oft erreicht hat: „Warum wurde meine Seitenstraße noch nicht geräumt?“ Die Antwort liegt in unserem gesetzlich verankerten Räum- und Streuplan. Wir arbeiten nach Dringlichkeit (Stufe W1). Das bedeutet: Rettungswege, Hauptverkehrsstraßen mit ÖPNV-Anbindung und die 250 Kilometer wichtigsten Radwege haben Vorrang. Erst wenn diese „Lebensadern“ sicher sind, können wir Kapazitäten für Nebenstraßen freigeben. Bei anhaltendem Schneefall müssen unsere Fahrzeuge oft mehrfach die Hauptrouten abfahren, was den Einsatz in den Wohngebieten verzögern kann.
Sicherheit durch Arbeitsschutz
Ein wichtiger Faktor, den man von außen oft nicht sieht, ist der Arbeitsschutz. Unsere Fahrerinnen und Fahrer tragen eine enorme Verantwortung, wenn sie die schweren Räumfahrzeuge durch glatte, enge Straßen steuern. Um diese Konzentration zu gewährleisten, halten wir uns strikt an das Arbeitszeitgesetz. Ruhepausen und maximale Einsatzzeiten sind keine Schikane, sondern lebensnotwendig, um Unfälle zu vermeiden. Auch unsere Teams in der Müllabfuhr leisten Schwerstarbeit, wenn sie Tonnen über gefrorene Schneewälle ziehen – hier gilt: Gründlichkeit und Sicherheit gehen vor Schnelligkeit.
Aktuelle Lage und Ausblick
Nach einer kurzen Atempause mit nur geringem Schneefall zeigt das Barometer für die kommenden Tage wieder eine angespannte Wetterlage an. Ab Mittwoch rechnen wir erneut mit Frost und möglichen Niederschlägen.
Was Sie jetzt tun können:
- Vorsicht im Verkehr: Auch geräumte Straßen können unter der Schneedecke tückische Eisplatten aufweisen.
- Gehwege sichern: Bitte denken Sie an Ihre Anliegerpflichten. Nutzen Sie die rund 1.000 Streusandkisten im Stadtgebiet.
- Geduld bei der Müllabfuhr: In Gebieten wie Springe oder in engen Seitenstraßen kann es wetterbedingt zu Verzögerungen kommen. Wir holen alles so schnell wie möglich nach!
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und die vielen positiven Rückmeldungen, die uns über den Ticker erreicht haben. Gemeinsam kommen wir sicher durch den Winter!
Ihr aha-Team
Infobox: Der Winterdienst in Zahlen
- 420 km Hauptstraßen (W1)
- 250 km Radwege
- 3.800 Fußgängerüberwege
- 200+ Fahrzeuge im Einsatz
- 9 Glättemeldeanlagen für Echtzeit-Daten
