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„Je früher Menschen sich mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen, desto stärker kann Klimaschutz gelebt werden.“

3 Fragen an Gudrun Benne, Geschäftsführerin des Industrie-Clubs Hannover e. V.

Um die ambitionierten Umweltziele des „Masterplans 100 % für den Klimaschutz“ der Stadt und Region Hannover zu erreichen, sollen auch die Unternehmen in der Region Hannover ihren Beitrag leisten. Welche Entwicklungen sehen Sie unter Ihren mehr als 200 Mitgliedern?

Der Industrie-Club Hannover vereint Unternehmen aus der Industrie und industrienahen Branchen. Für unsere Mitglieder sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Baustein der strategischen Ausrichtung und ihrer Geschäftsmodelle geworden. Nachhaltigkeit wird dabei als ganzheitliches System unter Beachtung von Technologie, Innovation und Wettbewerb betrachtet. Egal ob in der Produktion, in der Verwaltung oder im Gebäude- und Mobilitätsmanagement, die Unternehmen streben an, perspektivisch in Gänze klimaneutral zu werden. Dabei lautet die Nachhaltigkeitslosung: zuerst vermeiden, dann vermindern und dann kompensieren. Die Dekarbonisierung schreitet voran und ist mit vielfältigen Herausforderungen auf Angebots- und Nachfrageseite verbunden. Aktuell wird diese Entwicklung durch die globalen Krisenthemen, wie beispielsweise hohe Energiekosten, Lieferkettenprobleme, den Krieg in der Ukraine und auch den enormen Mangel an Fachkräften, einerseits verstärkt und andererseits gebremst. Das ist insgesamt ein Spannungsfeld, in dem es für manche Unternehmen aktuell um ihre Existenz geht.

Eine zentrale Rolle spielt der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen. aha arbeitet dafür zusammen mit Partnerinnen und Partnern aus der Wirtschaft kontinuierlich an diversen Konzepten. Wo sehen Sie die größten Hebel?

Gemäß der beschriebenen Losung sehe ich die größten Hebel in der Vermeidung von Siedlungsabfällen sowie der Wiederherstellung bzw. -verwendung von Produkten und Stoffen. Das setzt jedoch unter anderem ein verändertes Verhalten auf Angebots- und Nachfrageseite voraus, das trainiert werden muss. So müssen beispielsweise von Unternehmen das unternehmensübergreifende Denken entlang der Wertschöpfungskette und der höchstmögliche Einsatz von recycelbaren Stoffen gelebt werden, um die Basis für eine funktionsfähige (regionale) Kreislaufwirtschaft zu bilden. Der Einsatz von Sekundärvor Primärstoffen muss zum Standard werden. Bei der Bewältigung dieses Mehrgenerationenthemas sind Partnerschaften aller wichtigen Akteure (wie Abfallwirtschaft, Wirtschaft, Kommunen, Wissenschaft, private Haushalte) notwendig, um innovative, ganzheitliche Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. Die Politik ist dabei der entscheidende Rahmengeber.

Viele ansässige Unternehmen haben immer wieder anspruchsvolle, innovative Projektideen mit Bezug zur ökologischen oder sozialen Nachhaltigkeit. Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben und wo erwarten Sie künftig starke Impulse?

Das wegweisende grüne Wasserstoffprojekt der Stadtentwässerung Hannover hat mich sehr beeindruckt. Wichtige Impulse könnten aus treibhausgasneutralen CCU-Maßnahmen kommen. Unter CCU versteht man die Abscheidung, Transport und anschließende Nutzung von Kohlenstoff. Grundsätzlich gilt: Je früher Menschen sich mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen, desto stärker kann Klimaschutz gelebt werden. Ich wünsche mir eine stärkere Fokussierung auf Nachhaltigkeit in der schulischen Bildung.

 

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