Warum die neue Recycling-Bilanz uns stolz macht, aber nicht ausruhen lässt.
Gute Nachrichten für die Umwelt: Das Recycling in Deutschland ist auf der Überholspur! Laut der aktuellen Bilanz des Umweltbundesamtes (Januar 2026) konnten wir besonders bei den Kunststoffverpackungen einen echten Meilenstein feiern. Über 70 % der Kunststoffe wurden stofflich verwertet. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 lag dieser Wert noch bei mageren 42 %.
Diese Zahlen räumen mit einem alten Vorurteil auf: „Es wird doch sowieso alles verbrannt.“ Dank moderner Sortieranlagen und – was noch viel wichtiger ist – dem steigenden Bewusstsein bei uns in der Region Hannover, landet immer mehr Plastik dort, wo es hingehört: zurück im Kreislauf.
Die Schattenseite: Glas und Getränkekartons
Trotz der Erfolge zeigt die Bilanz auch, wo wir nachbessern müssen. Während Kunststoff glänzt, stagnieren die Quoten bei Glas und Getränkekartons.
- Glas: Wenn Glas nicht strikt nach Farben getrennt wird, bricht die Kette. Eine einzige grüne Smoothieflasche im Weißglas-Container kann die gesamte Charge beim Schmelzen verfärben.
- Getränkekartons: Diese "Verbundverpackungen" sind komplex. Landen sie nicht sauber in der Gelben Tonne, können die wertvollen Papierfasern nicht zurückgewonnen werden.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Recycling fängt im Kopf an
Wir bei der Abfallwirtschaft Region Hannover aha sehen uns nicht nur als Entsorger, sondern als Bildungsakteure. Hier kommt die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ins Spiel. Recycling ist kein Selbstzweck, sondern aktiver Klimaschutz.
Durch unsere Bildungsarbeit in Schulen, Kitas, auf dem Abfallbehandlungszentrum Hannover in Lahe und auf unseren Wertstoffhöfen vermitteln wir das nötige Wissen, um Kreisläufe zu verstehen. Wir wollen zeigen: Abfall ist kein „Müll“, sondern eine wertvolle Ressource. Wer weiß, wie aufwendig es ist, eine Aluminiumschicht von einem Karton zu trennen, schaut beim nächsten Einkauf genauer hin.
Fazit: Gemeinsam für die Region
Die gestiegenen Quoten sind ein Verdienst von uns allen. Jede korrekt entsorgte Flasche und jeder Joghurtbecher, bei dem der Aludeckel abgezogen wurde, zählt. Wir bei aha arbeiten stetig daran, die Entsorgungswege in der Region so einfach wie möglich zu gestalten – aber der wichtigste Teil der Kreislaufwirtschaft findet direkt bei Ihnen zu Hause statt.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Hannover auch 2026 Spitzenreiter im Trennen bleibt!
Möchten Sie mehr darüber erfahren, oder haben Sie Interesse an Hintergrundinformationen? Melden Sie sich unter Umweltbildung@aha-region.de.
