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Schutz vorm Schutt: Warum wir beim Bauschutt jetzt genauer hinschauen

Wer zu Hause renoviert, denkt an neue Fliesen, frische Farben und ein schöneres Heim. Woran die wenigsten denken: In altem Fliesenkleber, Putz oder Spachtelmasse kann sich ein gefährlicher Gast verstecken – Asbest. Um euch und unsere Umwelt zu schützen, passen wir die Annahmeregeln auf unseren Wertstoffhöfen an. Unser Leitmotiv: Schutz vorm Schutt.

Vielleicht habt ihr es bei eurem letzten Besuch schon bemerkt oder auf unseren neuen Bannern gesehen: Beim Bauschutt gibt es eine wichtige Änderung. Statt der bisherigen Menge von einem Kubikmeter können wir pro Tag nur noch 150 Liter (entspricht etwa zwei Maurereimern) kostenfrei annehmen.

Das klingt erst einmal nach einer großen Umstellung, hat aber einen sehr wichtigen Grund: Eure Gesundheit.

Die unsichtbare Gefahr im Kleber

Lange Zeit galt Asbest als ein Problem von alten Dachplatten oder Blumenkästen. Doch neue Untersuchungen und gesetzliche Vorgaben (die sogenannte LAGA M23) zeigen: Asbest ist viel weiterverbreitet als gedacht. Vor allem in Gebäuden, die vor Oktober 1993 gebaut wurden, steckt der Stoff oft in unscheinbarem Mischbauschutt – zum Beispiel im Kleber unter euren alten Badezimmerfliesen.

Werden diese Materialien beim Abriss zerbrochen, werden mikroskopisch kleine Fasern frei. Diese sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, können aber beim Einatmen schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen.

Warum die Mengenbegrenzung?

Als euer regionaler Entsorger nehmen wir unsere Verantwortung ernst. Wir verstehen uns als Beschützer der Bürgergesundheit und der Umwelt.

  1. Sicherheit durch Prüfung: Da wir heute davon ausgehen müssen, dass fast jeder mineralische Bauschutt aus älteren Gebäuden Asbest enthalten könnte, müssen wir das Material viel strenger prüfen.
  2. Logistische Herausforderung: Ein Testverfahren auf Asbest dauert bis zu fünf Wochen. In dieser Zeit müssen die beladenen Container zwischengeparkt werden und stehen nicht zur Verfügung. Würden wir weiterhin Großmengen unkontrolliert annehmen, hätten wir innerhalb kürzester Zeit ein massives Container-Defizit auf den Höfen.
  3. Sauberes Recycling: Rund 90 Prozent des Bauschutts in der Region Hannover werden wiederverwertet – zum Beispiel im Straßenbau. Damit das so bleibt und wir keine Schadstoffe in den Kreislauf zurückbringen, müssen wir Asbest konsequent ausschleusen.

Was bedeutet das für euer Projekt?

Keine Sorge: Der kleine „Fliesenspiegel“ aus der Küchenrenovierung passt weiterhin in die kostenlose Menge.

  • Kleinstmengen (bis 150 Liter): Können weiterhin kostenfrei auf den Wertstoffhöfen abgegeben werden.
  • Größere Vorhaben: Wenn ihr ein ganzes Bad saniert oder Wände einreißt, nutzt bitte die kostenpflichtige Entsorgung auf unseren drei Deponiestandorten oder beauftragt einen zertifizierten Fachbetrieb. Dort wird das Material fachgerecht geprüft und sicher entsorgt.

Gemeinsam für eine saubere Region

Mit der Kampagne „Schutz vorm Schutt“ wollen wir Bewusstsein für eine Gefahr schaffen, die man nicht sieht, die aber jeden treffen kann. Unsere Kolleginnen und Kollegen auf den Wertstoffhöfen beraten euch gerne und helfen dabei, dass euer Bauschutt sicher ans Ziel kommt.

Denn eines ist sicher: Eure Gesundheit ist uns wichtiger als jeder Kubikmeter Schutt.

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