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Einen eigenen Kompost anlegen – Unsere Praxistipps

Standort:Ein Platz im Halbschatten einer Hecke oder eines Baumes ist besonders günstig. Setzen Sie den Kompost direkt auf den Gartenboden. So können Bodenlebewesen wie Asseln, Würmer und Springschwänze sowie nützliche Pilze und Bakterien in den Kompost wandern.

Starthilfe:Eine etwa 20 Zentimeter starke Schicht aus Reisig oder grob zerkleinertem Baum- und Strauchschnitt ist die perfekte Unterlage für den Komposthaufen. Diese Basisschicht sorgt dafür, dass er keine nassen „Füße“ bekommt und die Luftzufuhr gesichert ist.

Zutaten: Auf die Basisschicht kommen abwechselnd feuchte und trockene Küchen- und Gartenabfälle. Damit der Rotteprozess gleich auf Hochtouren laufen kann, sollten zu Beginn ausreichend Abfälle bereitstehen. Die Startschicht sollte mindestens 30 Zentimeter hoch sein. Auf die Startschicht kommt eine dünne Schicht Gartenerde oder halbfertiger Kompost. Darauf wieder Garten- und Küchenabfälle, bis zu einer Höhe von 1,50 Metern.

Ruhepause:Eine Decke aus Jute, Schilfrohr, Stroh oder Erde schützt den Kompost während der Hauptrottephase von ca. zwei Monaten vor zu viel Nässe. Geschlossene Komposter müssen nicht abgedeckt werden.

Schichtwechsel:Nach den ersten zwei Monaten Rotte sollte der Haufen mindestens noch einmal umgesetzt werden, damit alle Schichten erneut durchmischt und gelockert werden. Auch jetzt muss der Kompost wieder gegen Witterungseinflüsse geschützt werden.

Ernte: Nach acht bis zwölf Monaten ist der Kompost reif. Er wird abgesiebt und kann im Garten eingesetzt werden. Das nicht verrottete Material kommt auf den neuen Komposthaufen. Wer sich nicht sicher ist, ob der Kompost reif ist, kann den Kressetest machen: Kressesamen auf den Kompost streuen und feucht halten. Wenn die Kresse nach ein paar Tagen keimt, ist der Kompost fertig.

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