Elektrogeräte

Neue gesetzliche Vorgaben

Seit dem 01.11.2018 gibt es neue Vorgaben zur Sammlung von Elektrogeräten. Sie werden im Elektro- und Elektronikgerätegesetz – ElektroG geregelt. Ab diesem Zeitpunkt gehören auch Möbel wie z.B. elektrisch verstellbare Schreibtische, Smart Textiles (Blinkschuhe) oder Schränke mit Beleuchtung zum Elektroschrott. Zusätzlich muss zwischen Geräten mit Batterie und Akkubetrieb unterschieden werden. Die neuen Gruppen für Elektrogeräte erfordern Platz auf den Wertstoffhöfen, daher können zukünftig alle Gerätegruppen nur noch auf bestimmten Wertstoffhöfen angenommen werden.

Groß- und Kleingeräte

Änderungen des Elektro- und Elektronikgesetzs erfordern eine Anpassung der Annahme von Elektrogeräten auf den Wertstoffhöfen zum 1.Dezember 2018.

Folgende Deponien und Wertstoffhöfe nehmen sowohl Groß- als auch Kleingeräte an.

Deponie Lahe
Moorwaldweg 312
30659 Hannover

Deponie Burgdorf
Steinwedeler Straße
31303 Burgdorf

Deponie Kolenfeld
31515 Wunstorf/Kolenfeld

Wertstoffhof Schörlingstraße
Schörlingstraße 3a
30453 Hannover

Wertstoffhof Bissendorf
Auf der Haube
30900 Bissendorf

Wertstoffhof Sehnde
Borsigring
31319 Sehnde

Abholservice
Wir holen Großgeräte auch bei Ihnen Zuhause ab. Eine Entsorgungsplakette erhalten Sie gegen Gebühr auf den Wertstoffhöfen. Anschließend können Sie beim aha-Service unter (0800) 9991199) einen Abholtermin vereinbaren.

Zu Großgeräten zählen unter anderem:

  • Kühlschränke, Waschmaschinen, Herde
  • Elektro-Werkzeuge
  • Möbel und Möbelteile mit nicht ausbaubarer Elektrik

Die Annahme ist beschränkt auf maximal 2 Großgeräte pro Tag.

Bitte beachten Sie auch die Hinweise zur Rücknahmepflicht durch den Handel.

Kleingeräte

Alle anderen Wertstoffhöfe nehmen ausschließlich Kleingeräte an:

  • Elektro-Kleingeräte (äußere Abmessungen kleiner als 50 cm) wie Toaster, Handys, kleine Geräte derUnterhaltungselektronik, kleine Elektro-Werkzeuge, Leuchtmittel
  • Fernseher und Monitore jeder Größe
  • Kleidung und Schuhe, die elektrische Bauteile enthalten

 

Batterien

Batterien müssen aus Altgeräten entfernt werden. Bitte legen Sie entnommenen Batterien bzw. Akkus auf den Sammeltisch der Schadstoffannahme. Die Pole von Lithium-Batterien müssen aus Sicherheitsgründen zuvor abgeklebt werden. Sind die Batterien bzw. Akkus fest in das Gerät eingebaut, beispielsweise bei manchen Handys, muss das ganze Gerät in den dafür vorgesehenen Behälter gegeben werden.

Nachtspeicherheizgeräte

Nachtspeicherheizgeräte sind Elektroaltgeräte. Sofern diese Asbest, Mineralfaser oder Speichersteine (Chrom-VI) enthalten, werden sie jedoch als gefährlich eingestuft und dürfen nur von Firmen mit Sachkundenachweis (TRGS 519) abgebaut und verpackt werden. Sie können auf unseren Deponien in Hannover, Burgdorf und Wunstorf angeliefert werden. Bitte informieren Sie sich auf jeden Fall vorher über die Annahmebedingungen unter T (0511) 99 11- 479 61/-678 29.

Photovoltaikanlagen

Photovoltaikmodule werden ausschließlich auf den Deponien Burgdorf und Wunstorf angenommen. Bei einer Abgabe von mehr als sieben Modulen melden Sie sich bitte telefonisch an bei der Deponie Burgdorf unter Telefon (05136) 89 54 14 oder der Deponie Wunstorf unter Telefon (0511) 99 11-339 12/13.

Die Umwelt doppelt entlasten

Erstens helfen Sie, Ressourcen zu sparen und zweitens tragen Sie dazu bei, den Schadstoffgehalt im Restmüll deutlich zu verringern. Elektroaltgeräte gehören bisher zu den größten Verursachern der Schadstoffbelastung des Hausmülls mit Blei, Cadmium und Quecksilber.

Ein Aufkleber mit einer durchgestrichenen Abfalltonne weist zukünftig darauf hin, dass dieses Gerät nicht über den Hausmüll, sondern nur bei den kommunalen Sammelstellen oder freiwilligen Rücknahmesystemen abzugeben ist.

Wiederverwendung:

Die Innovationszyklen von Elektrogeräten werden immer kürzer. So werden häufig Geräte ausrangiert, obwohl sie viel zu schade für den Müll sind. Geben Sie diese zur Wiederverwendung weiter - an Freunde, soziale Einrichtungen oder tauschen und verschenken Sie Geräte in der aha-Gebrauchtbörse unter www.hannoverteilt.de. Damit erhöhen Sie die Nutzungsdauer dieser Geräte.

Verwertung von Altgeräten:

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz schreibt vor, dass pro Einwohner und Jahr mindestens 4 kg Elektro-Altgeräte getrennt gesammelt werden sollen. Soweit die Geräte oder einzelne Bauteile nicht wieder verwendet werden, müssen je nach Gerät 50 bis 80 Prozent stofflich verwertet, das heißt recycelt werden.

Umweltschutz:

Elektrogeräte bestehen aus ca. 1000 verschiedenen Substanzen; darunter sind wertvolle Rohstoffe wie Kupfer oder Aluminium, gleichzeitig aber auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei, Quecksilber und polybromhaltige Flammschutzmittel.

Mit dem Elektro-Gesetz wird der Einsatz dieser Stoffe in Neugeräten stark eingeschränkt. In einigen Bauteilen jedoch kann heute auf ihre Verwendung noch nicht verzichtet werden. Zudem haben Elektrogeräte eine relativ lange Lebensdauer, so dass die derzeit zurückkommenden Altgeräte häufig noch erhebliche Mengen der Schadstoffe enthalten.

Beispiele für den Nutzen der getrennten Erfassung:

Leuchtstoffröhren benötigen nur wenig Energie und sind sehr langlebig. Sie enthalten jedoch Quecksilber. Deshalb müssen die Altröhren getrennt von anderen Abfällen und unbeschädigt erfasst werden.

Auf diese Weise wird vermieden, dass Quecksilberdämpfe in die Umwelt entweichen. Nur durch eine ordnungsgemäße Entsorgung kann das Quecksilber kontrolliert entfernt und das Altröhrenglas verwertet werden.

90 Prozent der heute anfallenden Altkühlschränke enthalten Stoffe, die die Ozonschicht schädigen. Infolgedessen müssen Kühlgeräte in speziellen Anlagen behandelt werden.

Bei der Verwertung von Kühlschränken werden die problematischen Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) abgesaugt und sicher entsorgt. Metalle und Kunststoffe werden recycelt. FCKW-freie Dämmstoffe können z. B. als Ölbindemittel wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden.