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Artenvielfalt auf Halde

Bildband zeigt die Wandlung von der Halde zum Habitat

Ein wertvolles Kleinod verbirgt sich hinter den Anlagen und Wirtschaftsgebäuden des Abfallbehandlungszentrums (ABZ) in Lahe. Rund um den ehemaligen Müllberg der Deponie Hannover ist auf dem inzwischen renaturierten Areal ein Biotop mit einer großen Artenvielfalt entstanden. Darüber hat aha nun einen Bildband mit Aufnahmen von Tieren und Pflanzen sowie Infotexten über die Entstehung und Pflege des so genannten Nordbergs gestaltet.

Auf dem abgelegenen ABZ-Geländeteil angrenzend an das Altwarmbüchener Moor sagen sich buchstäblich Fuchs, Hase und Reh gute Nacht. Es haben aber auch viele kleinere und besonders schützenswerte Tiere ein Zuhause gefunden. Das Paradebeispiel ist der Schwalbenschwanz, einer der schönsten europäischen Tagfalter mit Schutzstatus. Diese Schmetterlingsart trifft sich im Sommer auf Anhöhen zum Paarungstanz und ist häufiger Gast auf dem abgelegenen Berg – übrigens mit 121 Metern über Normalnull die höchste Erhebung der Stadt Hannover.

Seltene und besonders geschützte Vogelarten wie Wiesenpieper, Feldlerche, Neuntöter, Schwarzkehlchen oder Steinschätzer haben hier mindestens 28 Vogelarten ihre Brutstätten gefunden. Die Hälfte davon steht auf der Roten Liste. Sie profitieren von der reichlichen Auswahl an Insekten, 17 Heuschreckenarten (7 davon auf der Roten Liste), 15 Tagfalterarten (6 auf der Roten Liste) sind auf und rund um den Nordberg ansässig. Auch hier gibt es besonders seltene Bewohner, wie die Blauflüglige Sandschrecke. Dieses besonders gefährdete Heuschreckenart hat auf den Berghängen ebenso ein Zuhause gefunden, wie die streng geschützte Zauneidechse, die ebenfalls auf der Roten Liste steht.

Um diese Artenvielfalt zu erhalten und weiter auszubauen, arbeitet aha mit dem Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover zusammen. In unterschiedlichen Projektgruppen haben Studenten das Gelände und die ansässige Flora und Fauna untersucht. Dabei hat sich laut der Wissenschaftlerin Carmen Rethschulte herausgestellt, dass es „eine große Bedeutung für gefährdete und zum Teil in Niedersachsen vom Aussterben bedrohte Arten aufweist.“ Dabei wurden auch Empfehlungen für die Pflege des Nordbergs ausgearbeitet, die bereits umgesetzt werden.

Die notwendigen Mäharbeiten werden nun als so genannte Streifenmahd ausgeführt, bei der Insekten Ausweichmöglichkeiten auf ungemähte Flächen haben. Zudem wurde 2023 erstmals ein Weideversuch mit Schafen durchgeführt, der 2024 weitergeführt wird. Um den bereits genannten Zauneidechsen eine bessere Rückzugsmöglichkeit zu geben, wurden bereits vor längerer Zeit Steinhaufen am Hang aufgeschichtet. Außerdem wurde eine Blühwiese angelegt, um insbesondere Falter und Wildbienen zu unterstützen.

Um die Wandlung von der Halde zum wertvollen Habitat zu verdeutlichen, haben wir in Zusammenarbeit mit der Naturfotografin Telke Nieter einen Bildband über die Biodiversität gestaltet. Das Werk mit Infotexten zur Entstehung des Biotops und sehr vielen, wunderschönen Tier- und Naturaufnahmen ist als Blätter-PDF hier einzusehen.

GEWINNSPIEL ZUM TAG DER ARTENVIELFALT

Am 22. Mai ist Tag der Artenvielfalt und deshalb möchten wir den Bildband gern 10 mal verlosen.

So machen Sie mit:

Wenn Sie eines der Exemplare gewinnen möchten, senden uns einfach das Stichwort “Artenvielfalt” per Directmessage auf Instagram oder Facebook oder per E-Mail an kommunikation@aha-region.de. Teilnehmen können Sie in der Zeit vom 16. bis 31.5.2024.

Ausführliche Informationen zu den Teilnahmebedingungen und dem Datenschutz gibt es unter: www.aha-region.de/ueber-uns/der-zweckverband/teilnahmebedingungen

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