Abfallbehandlungszentrum

Sanfte Technologie der Zukunft

Verbrennen oder biologisch behandeln nach dem Vorbild der Natur?

Beim Thema Restabfall scheiden sich die Geister, seit die Deponieverordnung und die Abfallablagerungsverordnung die Deponierung von unbehandeltem Restmüll ab dem Jahre 2005 verbieten. Gegen den Trend haben wir uns für eine ökologische Lösung, die stoffspezifische Behandlung, entschieden.

Der heizwertreiche grobe Anteil wird thermisch verwertet. Für die Feinfraktion schicken wir Mikroorganismen an die Arbeit, die den Restmüll durch Abbau des organischen Anteils um 35 % reduzieren, sodass er – gefahrlos für die Umwelt – deponiert werden kann. Biologische Prozesse sind der Kern der Technologie des abz Hannover.

Abfallströme aus der Region Hannover werden direkt in das abz gelenkt und an diesem einen Standort komplett verarbeitet. Das entlastet die Region vom Abfalltourismus. Das sichert die Verantwortung in einer Hand. Und es ermöglicht den Einsatz modernster Techniken der Prozesssteuerung, die alle Phasen der Abfallbehandlung sinnvoll miteinander verknüpft.

Damit bekommt das abz Vorbildcharakter. Es ist eines der größten und ökologisch führenden Abfallbehandlungszentren in Deutschland.


Auch im Restabfall steckt noch einiges drin

Was in einer Region wie Hannover vom Leben und Arbeiten übrigbleibt, gehört nicht unbehandelt auf die Deponie. Mit unserer Mechanischen Restabfallaufbereitungsanlage haben wir eine große Stoffstromdrehscheibe geschaffen, die alles noch einmal gründlich untersucht, durchsiebt und aussortiert.

So kann jeder Abfallstrom individuell behandelt werden, Metallreste werden recycelt, Grobholz und Kunststoffe werden thermisch verwertet. Wenn das Material dann zerkleinert ist, die energiereiche Grobfraktion von der Feinfraktion getrennt wurde und alle Störstoffe entfernt sind, geht es an den Weiter-transport der Feinfraktion.

Sie stellt den eigentlichen Restabfall dar. Auf diesen wartet unser drittes Werk, die biologische Restabfallbehandlung (BA), die ihn ab Mitte 2005 auf die Deponierung vorbereitet.

Die Mechanische Restabfallaufbereitungsanlage kann jährlich über 200000 Tonnen Gewerbe und Baustellenabfall, Sperrmüll, Hausmüll und Straßenkehricht aus der Region verarbeiten.


Wir schaffen das richtige Klima!

Der Rest-, Sperr- und Gewerbeabfall enthält so viele organische Stoffe, dass er eine Deponie für Jahrzehnte in Unruhe versetzen kann. Biologische Reaktionen bringen umweltschädliche Gase und Sickerwasser hervor.

Deshalb verbieten die Deponieverordnung und die Abfallablagerungsverordnung ab 2005 die Deponierung von nicht vorbehandeltem Restabfall. Der übliche Weg heißt alles Verbrennen. Wir trennen! Aus groben Stoffen mit hohem Heizwert holen wir die Energie heraus, für den Feinanteil bevorzugen wir die Biologie: vergären und anschließend nachrotten.20 Tage bleibt der Feinanteil des Abfalls in den Gärbehältern. In der Vergärung zersetzt sich das organische Material unter Sauerstoffabschluss und bildet Biogas. Der Gärrest wird anschließend unter Sauerstoffzufuhr in eingehausten Mieten 6 Wochen lang gerottet. Bei 55 bis 65°C wird so der abbaubare Anteil des Materials um 90 % reduziert, so dass der Rest anschließend deponiert werden kann. Die biologischen Reaktionen der fertig behandelten Restabfallfeinfraktion sind minimal. Die Methanproduktion ist drastisch reduziert.Die Sickerwässer sind erheblich geringer belastet. Das Material selbst wirkt abdichtend. Und das Volumen des Restabfalls ist um ein Drittel verringert. Das alles schont die Deponiekapazitäten in der Region.


Aus Grün- und Bioabfall wird fruchtbarer Humus

Die Natur erzeugt keinen Abfall. Was sie hervorbringt, recycelt sie restlos, bis sie es wieder für den Aufbau von neuem Leben gebrauchen kann. Das ist unser Vorbild beim Umgang mit Abfall aus Küche, Garten und Landschaftsbau.

Wir setzen einen drei Monate dauernden Rotteprozess in Gang, bei dem Mikroorganismen alle entscheidenden Arbeiten erledigen. Unser Part besteht lediglich darin, für frischen Sauerstoff und ausreichend Wasser zu sorgen, indem wir die Rottemieten automatisch einmal pro Woche umsetzen.

Das Bioabfallkompostwerk verarbeitet täglich bis zu 160 Tonnen Bio- und Grünabfälle aus der Region Hannover zu einem hochwertigen Feinkompost mit Gütesiegel. Unabhängige Prüflabore überwachen laufend seine Qualität.

Das Produkt ersetzt als Bodenverbesserer mineralische Düngemittel sowie torfhaltige Erden und dient damit auch dem Schutz der Moore. Es wird in einer breiten Palette vermarktet und findet vor allem als Blumenerde den Weg zurück in die Haushalte und Gärten.

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