Infoblog

Experte für Altpapier: Fünf Fragen an Franz M. Holler

Bei der Behandlung von Rest- und Biomüll betreibt aha eigene Anlagen wie die Mechanisch-Biologische-Abfallbehandlungsanlage, die kurz gesagt aus Müll Energie gewinnt oder das Bioabfall-Kompostwerk, das Qualitätskompost herstellt.

Beim Altpapier setzen wir dagegen auf die Zusammenarbeit mit Partnern, wie Holler Recycling. Wir haben mit Franz M. Holler, dem geschäftsführenden Gesellschafter, über den Wertstoff Altpapier gesprochen.

Herr Holler, stellen Sie uns ihr Unternehmen kurz vor?
Die Holler Recycling GmbH & Co. KG wurde 1952 von Franz Holler gegründet und beschäftigt sich mit dem Erfassen und Vermarkten von Altpapier für die weiterverarbeitende Industrie. Seit der Gründung vor 69 Jahren, ist das Unternehmen stetig gewachsen und verfügt über zwei Betriebsstätten an den Standorten Hannover und Wunstorf, die mit modernsten Maschinen und Anlagen arbeiten. aha arbeitetet schon seit Langem mit Holler Recycling zusammen und liefert einen Großteil des Altpapiers aus der Sammlung bei den Haushalten der Region bei uns an.

Wie viele Tonnen Papier werden pro Jahr bei Ihnen abgeladen?
Im Jahr werden über 65.000 Tonnen Papier angeliefert, der größte Teil davon stammt von aha.

Welche Güte hat das von aha angelieferte Papier im Durchschnitt?
Das Altpapier wird gemischt in unterschiedlicher Zusammensetzung und Güte angeliefert. Es entspricht der Sorte 5.01 gemischtes Altpapier der Standardsortenliste EN 643.
Vor allem nach Silvester finden wir oft Unmengen von leeren Feuerwerkskörpern und ausgebrannten Feuerwerksbatterien im angelieferten Altpapier. Diese stellen eine große Gefahr da und müssen ordnungsgemäß im Restmüll entsorgt werden. Weitere unzulässige Materialien sind z. B. medizinische Abfälle oder verunreinigte Hygieneprodukte.

Was passiert anschließend damit bei Ihnen?
Das Papier wird mechanisch und händisch in unterschiedliche Fraktionen sortiert und von Störstoffen befreit. Störstoffe im Altpapier sind z. B. Kunststoffe, Metalle, Textilien, Lebensmittel, Hygieneartikel, Holz, Glas oder Mineralien. Anschließend wird das Papier zu großen Ballen zusammengepresst.

Warum ist es so wichtig, dass das Papier sauber und trocken bereitgestellt wird?
Ist das Papier feucht, wird der Aufbereitungsprozess erheblich erschwert. Auch verunreinigtes Papier sorgt für einen sehr aufwendigen Aufbereitungsprozess in den Sortierbetrieben und in der Papierindustrie.

So viel Altpapier passt in ein Müllfahrzeug

Wir wollten euch mal zeigen, wie das Altpapier aussieht, wenn es in diesem Fall bei Holler Recycling abgeladen wird. Dieser mannshohe Haufen wird von Fremdstoffen befreit - oft findet sich leider Restmüll darin. Anschließend wird das Papier nach der Güte sortiert und in Ballen gepresst und zum Recycling gebracht.

Kinder-Podcast: Wohin mit dem Altpapier?

Kennt ihr schon Holli und Dr. Bo? Das sind unsere neuen Leitfiguren für Kinder. Bei den beiden handelt es sich um Außerirdische vom Planeten Rebuas, die am Maschsee notgelandet sind. Nun erforschen Sie Hannover und finden Müll sehr spannend - auf Rebuas gibt es so etwas nicht. Dr. Bo trägt ihre Schlaubrille, mit der sie die Welt des Abfalls verstehen kann. In dieser Folge treffen sie einen Kollegen von aha, der sie mit auf seine Tour zur Altpapierabholung nimmt.
Weitere Podcast-Folgen mit Holli und Dr. Bo finden Sie hier.

Folge 4: Wohin mit dem Altpapier?

Global Recycling Day für kleine Helden

Hannover ist dabei: Am 18. März, ist Global Recycling Day. Dieser internationale Aktionstag hat sich in diesem Jahr die Suche nach sogenannten #RecyclingHeroes auf die Fahnen geschrieben. Das können Einzelpersonen sein, aber auch Städte, Gemeinden oder Unternehmen, die zeigen, wie wichtig Recycling für den Erhalt wertvoller Ressourcen und die Sicherung der Zukunft unseres Planeten ist.

Aha macht auch mit und sucht kleine Helden. Wir möchten aha Kinder im Alter von 10 bis zwölf Jahren zu so genannten Papier-Scouts ausbilden. Die Kids sollen wie die #RecyclingHeroes anderen als Vorbild dienen und sie inspirieren, Wertstoffe mit Blick auf die Wiederverwertung zu entsorgen. Denn Müll ist das, was wir draus machen. Mehr Informationen zu der Aktion und zur Anmeldung gibt es hier.

Der Aktionstag wurde 2018 von der Global Recycling Foundation ins Leben gerufen. Ziel ist es die Menschen dazu zu ermutigen die Güter um sie herum als Ressourcen und nicht nur als Abfall wahrzunehmen. Es soll ein Tag sein, an dem die Welt zusammenkommt und den Planeten an erste Stelle setzt.

Mehr Informationen zum Global Recycling Day gibt es unter www.globalrecyclingday.com.

Unterrichtsmaterialien für Lehrer: Rund ums Recycling mit Holli und Dr. Bo

Ab sofort stehen auf unserer Webseite kostenlose digitale Unterrichtsmaterialien für Grundschulen zum Download zur Verfügung. Zusammen mit den Leitfiguren Holli und Dr. Bo lernen Kinder spielerisch etwas darüber wie Abfallentsorgung und Recycling richtig geht. Zu insgesamt fünf verschiedenen Modulen, die sich mit unterschiedlichen Wertstoffen wie z.B. Altpapier befassen, gibt es Arbeitsblätter, Projekt- und Aktionsideen sowie Spiele für Kinder.

Die neuen Leitfiguren für Umweltbildung - Holli und Dr. Bo - sind zwei außerirdische Wesen vom Planeten Rebuas, die mit ihrer Rakete im Maschsee notlanden mussten. Die zwei erleben in Hannover viele Abenteuer und lernen die Welt des Abfalls kennen - und die Kinder mit ihnen.

Rund um Abfall - Mitdenken und Mitmachen mit Holli und Dr. Bo

Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist Teil des Kerncurriculums Sachunterricht. Die darauf abgestimmten Unterrichtsmaterialien für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung enthalten Arbeitsblätter zu den Themen:

  • Plastik
  • Papier
  • Bioabfall
  • Elektrogeräte
  • Restabfall

Zum Ausdrucken:

Unterrichtsmaterialien Rund um Abfall - Mitdenken und Mitmachen mit Holli und Dr. Bo

Um Ressourcen zu sparen, lassen sich einige Arbeitsblätter auch digital ausfüllen, hier die Alternative:

Unterrichtsmaterialien Rund um Abfall - Mitdenken und Mitmachen mit Holli und Dr. Bo

Mehr interessante Anregungen finden Sie unter den Menüpunkten Abfallvermeidung und Müll macht Schule.

Altpapierscouts werden gegen den Klimawandel aktiv

Altpapier ist eine wichtige Ressource: Bei der Produktion von Recyclingpapier müssen keine Bäume fallen, außerdem werden jede Menge Energie und Wasser eingespart. Getreu dem Motto „Denke global und handle lokal“ haben wir eine Möglichkeit für interessierte Kids zwischen zehn und zwölf Jahren, selbst gegen den Klimawandel aktiv zu werden – als Papierscout.

Dieser ‚Job‘ bedeutet, anderen als Vorbild zu dienen und sie zu inspirieren, selbst mitzumachen. Das kann zuhause in der Familie, in der Schule oder im Freundeskreis oder im Sportverein sein. Überall gibt es Möglichkeiten, besser zu recyceln – oft ist es ganz einfach. Denn nur gemeinsam gelingt es, die Umwelt nachhaltig zu schonen, den Klimawandel zu stoppen und auch die Kosten für die Abfallentsorgung im Griff zu behalten.

„Die Kids erleben vor Ort den Weg des Altpapiers direkt mit: vom Wertstoffhof zum Altpapierrecycling“, erklärt Dunja Veenker, Leiterin der Abfall- und Wertstoffsammlung beim aha. „Sie erfahren, was sie mit ihren Eltern zu Hause und in ihren Schulen tun können, um das Altpapier im Wiederverwertungs-Kreislauf zu halten. Sie werden spielerisch zu richtigen Profis für einen nachhaltigen Umgang mit der wertvollen Ressource und erhalten dafür ein echtes ‚Papier-Diplom‘.“

Die Bewerbungen können bis zum 19. April, dem Ende der Osterferien, einfach per E-Mail an kommunikation(at)aha-region.de gesendet werden. Wichtig sind die Kontaktdaten, damit wir uns bei ihnen zurückmelden können, und eine kurze Erklärung, warum das Thema Altpapierrecycling spannend für sie ist und der Wunsch besteht, ein Papier-Scout zu werden. „Es reicht ein Satz“, so Veenker.

 

Augen auf beim Kauf von Recyclingpapier

Die Zeiten, als Altpapier noch durch eine leichte Grautönung aufgefallen ist, sind längst vorbei. Recyceltes Papier ist von neu produziertem nicht mehr mit bloßem Auge zu unterscheiden. Aber woher weiß man nun, ob das ausgesuchte Papier wirklich umweltfreundlich ist? Dabei helfen ein paar nützliche Informationen.

Chlorfrei gebleicht bedeutet nicht, dass  das Papier besonders umweltfreundlich ist. Hier wird lediglich bei der Bleiche auf Chlor verzichtet. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen, denn manchmal ist das Papier nicht mir Chlor, sondern mit Chlordioxid oder -peroxid gebleicht. Wichtiger wäre es hier auf den Schutz von Ressourcen zu achten – nämlich dass kein Holz bei der Papierproduktion verwendet wird.
Hier kommt der Begriff „holzfrei“ ins Spiel. Der hat aber keineswegs eine wörtliche Bedeutung: Holzstoff im Papier lässt es stärker vergilben. Holzfrei ist lediglich eine Qualitätsbezeichnung, die verheißt, dass das Papier nicht so stark vergilbt.
Auf der sicheren Seite ist man, wenn man Papier mit dem Siegel blauer Engel kauft. Der Blaue Engel gilt laut einer gemeinsamen Erklärung des Umweltbundesamtes und verschiedener Verbände als das anspruchsvollste Siegel für Altpapier.

Nasses Papier ist ein Problem fürs Recycling

Beim Spaziergang durch die Straßen sieht man es häufig: Die Altpapiertonne ist voll und daneben steht noch ein Karton, wohlmöglich mit Katalogen und Prospekten gefüllt. Genau das ist allerdings ein Problem für das Recycling von Altpapier. Wird es nass ist es für das Recycling verloren.

Der Grund: Wenn Papier nass entsorgt wird, trocknet es nicht mehr bis es im Recycling landet. Zusätzlich bleiben weitere, andersartige Sorten Papier daran haften, sodass es nicht mehr getrennt werden kann. Im ersten, wichtigen Schritt werden die unterschiedlichen Papiersorten nach ihren Faserlängen sortiert. Kartons haben zum Beispiel kurze Fasern, Hochglanzpapier hat lange Fasern. Danach werden die jeweiligen Qualitäten zu Ballen zusammengepresst und in die weitere Verwertung gegeben. Das nasse, unsortierte Papier wandert dann unweigerlich in den Restmüll oder die Verbrennung.

Eine Lösung, um das Papier beim norddeutschen Schietwetter trocken zu halten, ist die kostenlose Papiertonne von aha. „Eine Schlüsselrolle spielt die blaue Tonne, die das Wegwerfen von Papier für alle Haushalte besonders einfach macht. Sie kann kostenlos bei aha bestellt werden und wird innerhalb einer Woche geliefert“, sagt Dunja Veenker, Abteilungsleiterin der Abfall- und Wertstoffsammlung von aha. Wichtig: Wer möchte kann sich mit mehreren Haushalten sich zusammentun und das Altpapier einfach in einer gemeinsamen Tonne, der „Nachbarschaftstonne“, entsorgen.

Weil nur Eigentümer und Vermieter die Altpapiertonne bestellen können, sind Mieter dazu aufgerufen, das Gespräch mit ihnen zu suchen und nach der kostenlosen Tonne zu fragen. Für Mehrfamilienhäuser mit höherem Bedarf stellt aha auch Container bereit, beispielsweise mit einem Fassungsvermögen von 1.100 Litern. Eigentümern und Hausverwaltungen steht aha bei der Einrichtung des optimalen Standplatzes für die Tonne oder den Container zur Seite. Und auch für Neubauprojekte bietet aha mit den modernen Unterflurbehältern eine Lösung, die nicht nur platzsparend ist, sondern sich auch optisch gut eingliedert.

Darüber hinaus kann Altpapier natürlich ebenfalls auf den Wertstoffhöfen und -inseln und über die Altpapiersäcke entsorgt werden. Hier ist garantiert, dass das Altpapier sauber und trocken zum Recycling gelangt und möglichst viel Papier wiederverwertet werden kann, was uns allen zugutekommt. Das betont auch die Wertschätzungskampagne „Müll ist das, was wir draus machen“ von aha, die bereits seit einigen Wochen auf Sammelfahrzeugen zu sehen ist. Die neuen Fahrzeug-Plakate mit Sprüchen wie „Müll ist spannend – Wenn aus alten Briefen dein neues Lieblingsbuch wird“ bringen auf den Punkt, dass es sinnvoll ist, Altpapier wiederzuverwerten.

Um den Einwohnerinnen und Einwohnern in Hannover und der Region bei der richtigen Altpapierentsorgung zu helfen, verteilen die Müllwerker auf ihren Touren ab sofort und bei Bedarf Informationsflyer an die Haushalte. Darin zu finden: praktische Tipps und einfache Handgriffe zur Papierentsorgung. Richtiges Zerkleinern großer Kartons zum Beispiel ist ein wichtiger Punkt: Es schafft mehr Platz in der Altpapiertonne.

Nachhaltigkeit im Kaffee-Business: Interview mit Andreas Berndt von der Hannoverschen Kaffeemanufaktur

Die Hannoversche Kaffeemanufaktur ist unter Hannoveranern schon lange kein Geheimtipp mehr. Das lokale Unternehmen verkauft seine Röstungen und Mischungen in den eigenen Filialen und unter anderem bei Edeka. Nachhaltigkeit wird dort groß geschrieben, darum erfreut sich die Manufaktur steigender Beliebtheit unter umweltbewussten Regionsbewohnern. Geschäftsführer Andreas Berndt erzählt uns im Interview, was für sein Unternehmen besonders wichtig ist.

Wo ist die Hannoversche Kaffeemanufaktur nachhaltig?
Nachhaltigkeit beginnt für uns bereits am Anfang der Wertschöpfungskette. Nur ein schonender Umgang mit den Ressourcen Mensch und Natur kann dauerhaft gewinnen und langfristig höchste Güte gewährleisten. Wir legen Wert auf Transparenz in der Wertschöpfungskette, suchen nachvollziehbare Rohkaffeequellen und beziehen den Großteil unseres Kaffees direkt vom Bauern – „Farm to Cup“. Zusätzlich arbeiten wir nur mit ausgewählten Importeuren zusammen.

Worauf wird bei der Verpackung besonders Wert gelegt?
Unsere Verpackungen sind alle „made in Germany“. Wir bieten unseren Kunden auch individualisierte Verpackungen an, helfen ihnen bei der Auswahl eines passenden Papier-Etiketts und lassen dieses dann von unserem Partner, dem Umweltdruckhaus, erstellen. Wir arbeiten an umweltverträglichen Lösungen für die Aromaversiegelung der Kaffeetüten. Mit aha gehen wir jetzt schon einen Schritt in die richtige Richtung. Um den Kaffee auch ganz ohne Verpackung verkaufen zu können, bieten wir unseren Geschäftskunden ein Mehrwegtonnensystem an. Für unsere Privatkunden bieten wir Pfandlösungen in unseren Geschäften an und füllen den Kaffee vor Ort röstfrisch ab.

Hat der Kaffee eine Bio-Zertifizierung?
Unser Kaffeesortiment umfasst inzwischen über 40 Sorten, davon ist die Hälfte zertifizierter Bio-Kaffee. Aber auch die nicht biozertifizierten Kaffees verfügen über höchste Qualität, da wir sicherstellen, dass unsere Rohkaffees nach den höchsten Standards angebaut werden und generell keine Pestizide oder Kunstdünger zum Einsatz kommen. Oft fehlt den Farmern in den Anbaugebieten jedoch einfach das Geld für die umfangreiche Biozertifizierung vor Ort.

Wie steht es um die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen?
Die Hannoversche Kaffeemanufaktur ist ein regionales Unternehmen und deshalb legen wir auch großen Wert auf starke regionale Partnerschaften. Ein Beispiel: bei der Entscheidung für unseren Milchlieferanten war neben der herausragenden Qualität auch die Regionalität ein ausschlaggebendes Argument. Kurze Lieferwege und eine wirklich nette und persönliche Geschäftsbeziehung prägen seit 2013 unsere Partnerschaft mit dem Familienunternehmen.
Wir gehen auch unserer sozialen Verantwortung als Familienunternehmen in vielerlei Hinsicht nach. Neben der Unterstützung der Aktion Sonnenstrahl, der Zeitung Asphalt, dem Aegidius Haus, der Uli Stein Stiftung sowie der Aktion Kinderherz, kooperieren wir auch mit den Hannoverschen Werkstätten und der Lebenshilfe e.V.

Worauf können wir in Zukunft gespannt sein?
Auf neue, spannende Kaffees von befreundeten Plantagen rund um die Erde, auf eine ausgesprochen umweltfreundliche Lösung zur perfekten Lagerung von Kaffeebohnen zu Hause, auf unsere neue Filiale in der Altstadt und noch vieles mehr… ?

Warum macht die Hannoversche Kaffeemanufaktur bei der Altpapierkampagne von aha mit?
Mit der Kampagne und den vollständig recyclingfähigen Tüten können wir einen Schritt in die richtige Richtung gehen und das Bewusstsein für einen schonenden Umgang mit Umwelt und Ressourcen stärken.

aha on Air: So wichtig ist der Wertstoff Altpapier

Dunja Veenker, Leiterin der Abfall und Wertstoffsammlung von aha spricht in einem Interview bei Radio Hannover über Altpapier als wichtige Ressource. Sendung verpasst? Kein Problem. Hier bekommt ihr die Beiträge zum nachhören.

Kampf gegen den To-go-Müll

Für Gastronomen ist es in der Corona-Krise die einzige Einkommensquelle: der Außer-Haus-Verkauf von Speisen. Dabei ist oftmals die Verpackung das Problem, denn die Berge an Verpackungsmüll steigen weiter und weiter. Eine nachhaltige Alternative sind Verpackungen aus Recyclingpapier.

Wir möchten etwas gegen die Müllmassen tun und zeigen, warum Papiertüten eine nachhaltige Lösung sind: „To-go-Tüten aus reinem Altpapier können vollständig wiederverwertet werden – und das bis zu sechs Mal“, erklärt Dunja Veenker, Abteilungsleiterin der Abfall- und Wertstoffsammlung von aha. Werden die Tüten allerdings falsch entsorgt und landen zum Beispiel im Restmüll, ist kein fachgerechtes Recycling möglich. „Daher haben wir recycelbare Aufkleber und Postkarten entwickelt, mit denen Restaurants ihre Papiertüten bestücken können. Die Infomaterialien helfen dem Kunden beim Wurf in die richtige Tonne.“

Zum ersten Mal im Einsatz sind die neuen Aufkleber und Postkarten bei der Patisserie Elysée. In jeder der vier Filialen der Konditorei gehen alleine an einem Tag 150 bis 250 Bäckertüten über den Tresen. Hinzu kommen 20 bis 30 größere Tragetüten pro Woche. Dass diese enormen Mengen an Altpapier richtig recycelt werden und ihren Beitrag zum Umweltschutz beitragen, ist der Patisserie besonders wichtig: „Wir nehmen an dieser Kampagne teil, da wir uns als Unternehmen der Verantwortung für eine nachhaltige und saubere Zukunft bewusst sind“, sagt die Geschäftsführung der Patisserie Elysée. Ob Lebensmittelreste oder Verpackungen: Die Konditorei arbeitet stetig daran, möglichst wenig Abfall zu produzieren und kooperiert beispielsweise mit Foodsharing e.V., vertreibt in ihren Filialen den Hannoccino-Mehrwegbecher und hat sämtliche Plastiktüten durch Papiervarianten ersetzt.
 
Anlass für die Gemeinschaftsaktion ist auch die neue aha-Kampagne „Müll ist das, was wir draus machen“, bei der es darum geht, Abfall aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Was im ersten Moment nach einer alten Verpackung, einem zerfledderten Buch oder nutzlosen Essensresten aussieht, ist in Wahrheit eine wertvolle Ressource. Durch Recycling werden aus Abfällen neue Dinge, die den Alltag bereichern – genau wie Papiertüten für die nächste Essensbestellung. Dies bringt aha auch mit einem passenden Kampagnen-Motiv auf den Punkt: Das Plakat mit dem Spruch „Müll ist praktisch – wenn eine alte Schachtel zu einer handlichen Tasche wird“ ist ab sofort auf den Müllfahrzeugen in Hannover und der Region zu sehen.

 

 

Müll ist geschmackvoll - das Gewinnspiel

Auf unseren Social-Media-Kanälen haben wir in dieser geschmackvollen Woche viel über Kaffee geredet. Hauptsächlich ging es um die neue, nachhaltige Kaffeetüte, die wir gemeinsam mit der Hannoverschen Kaffeemanufaktur entwickelt haben. Bestimmt habt ihr jetzt schon Kaffeedurst, darum möchten wir euch etwas Gutes tun. Wir verlosen in Zusammenarbeit mit der Hannoverschen Kaffeemanufaktur 3 Gutscheine über je 15 Euro, einlösbar in den Filialen der Kaffeemanufaktur. Mitmachen könnt ihr auf unseren Kanälen bei Facebook oder Instagram.
Der Clou, wenn ihr euren Gewinn abholt, bekommt ihr 2 Kaffeespezialitäten kostenlos.
Die Locations der Hannoverschen Kaffeemanufaktur findet ihr hier.

Die Teilnahmebedingungen

Mit der Teilnahme an unserem Gewinnspiel („Müll ist geschmackvoll“) akzeptiert der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen.

1    Veranstalter
Veranstalter des Gewinnspiels ist der Betreiber des Social Media-Kanals, über den das Gewinnspiel stattfindet. Die Adresse und die Kontaktdaten sind über den Impressumslink im Social Media-Kanal abrufbar. Dauer des Gewinnspiels: 1. bis 7. März 2021, 0 Uhr.
1.1    Der Teilnahmezeitraum des Gewinnspiels beginnt mit dem Post des Veranstalters in seinem Social Media-Kanal und endet mit Ablauf des Tages, der in dem Post angegeben ist.
1.2    Der Veranstalter behält sich eine vorzeitige Beendigung des Gewinnspiels aus wichtigen Gründen vor, insbesondere aufgrund technischer oder rechtlicher Gründe, ohne dabei zur Vorankündigung oder zur Angabe von Gründen verpflichtet zu sein.

2    Teilnahmevoraussetzungen und Ausschlussgründe
2.1    Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen und geschäftsfähigen Personen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.
2.2    Mitarbeiter des Veranstalters und deren Angehörige sind von der Teilnahme am Gewinnspiel ausgeschlossen.
2.3    Von der Teilnahme ausgeschlossen sind weiterhin Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen, unwahre Angaben zu ihrer Person machen oder mehrfach am Gewinnspiel teilnehmen. Die Teilnahme über Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste oder sonstige Dienstleister ist nicht zulässig. Sollte ein Ausschlussgrund vorliegen, behält sich der Veranstalter vor, den Gewinn nicht auszuschütten oder ihn nachträglich abzuerkennen und zurückzufordern.

3    Gegenstand des Gewinnspiels
3.1    Gegenstand des Gewinnspiels ist der Gewinn, wie er in dem Social Media-Post angegeben wurde („Gutschein der Papeterie“).
3.2    Der Gewinn ist weder übertragbar, noch austauschbar und wird nicht in bar ausgezahlt.
3.3    Der Veranstalter ist berechtigt, Änderungen am Gewinn vorzunehmen. Besteht der Gewinn in der Teilnahme eines Events, ist der Veranstalter im Falle der Absage des Events nicht verpflichtet, einen Ersatzgewinn zu stellen.

4    Teilnahme, Gewinnberechtigung
4.1    Das Gewinnspiel wird über den Social Media-Kanal des Veranstalters veranstaltet. Am Gewinnspiel nimmt automatisch jeder teil, der innerhalb des Teilnahmezeitraumes den Social Media-Kanal des Veranstalters abonniert bzw. diesem folgt und
-    auf die Story der offiziellen Facebook-Fanpage den Gewinnspiel-Post des Veranstalters antwortet; oder
-    auf die Story des offiziellen Instagram-Kanals des Veranstalters antwortet.
4.2    Eine Teilnahme auf allen vorgenannten Social Media-Plattformen gilt als eine Teilnahme und erhöht die Gewinnchancen nicht.

5    Gewinnermittlung und -mitteilung
5.1    Der oder die Gewinner werden unter allen Teilnehmern per Zufallsprinzip nach Ende des Teilnahmezeitraumes ausgelost und persönlich über den Nachrichtenmessenger der jeweiligen Social Media-Plattform von dem Veranstalter über den Gewinn informiert.
5.2    Mit der Einwilligung des Teilnehmers wird dieser in dem Social Media-Kanal des Veranstalters auf der jeweiligen Plattform als Gewinner öffentlich bekannt gegeben.

6    Bedingungen zum Erhalt des Gewinns
6.1    Die Gewinner müssen dem Veranstalter innerhalb einer Woche nach der Benachrichtigung über den Gewinn ihren vollständigen Namen und ihre Postanschrift über den Nachrichtenmessenger der jeweiligen Social Media-Plattform mitteilen. Die Angaben dienen der Übersendung des Gewinns.
6.2    Sofern keine Mitteilung stattfindet oder diese verspätet ist, verfällt der Anspruch auf den Gewinn und der Veranstalter ist berechtigt, den Gewinn ohne Vorankündigung anderweitig zu verwenden. Leistungsort bleibt trotz der Übernahme der Versendungskosten der Sitz des Veranstalters.

7    Rechtsweg
7.1    Der Rechtsweg ist im Hinblick auf die Gewinnermittlung und -mitteilung und die Beurteilung der Inhalte der Gewinnspielbeiträge ausgeschlossen.
7.2    Die Teilnehmer trifft die Verpflichtung, sich im Rahmen der Teilnahme rechtskonform zu verhalten, das heißt beispielsweise keine Inhalte einzureichen, die gegen gesetzliche Vorschriften oder Schutzrechte des geistigen Eigentums verstoßen. Falls der Veranstalter wegen unzulässiger Inhalte oder Gesetzesverstöße durch Teilnehmer in Anspruch genommen wird, besteht ein Freistellungsanspruch des Veranstalters gegen den Teilnehmer, falls der Teilnehmer schuldhaft gehandelt hat.

8    Haftung
8.1    Der Veranstalter haftet unbeschränkt
- bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit,
- für die Verletzung von Leben, Leib oder Gesundheit.
8.2    Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht), ist die Haftung des Veranstalters der Höhe nach begrenzt auf den Schaden, der nach der Art des fraglichen Geschäfts vorhersehbar und typisch ist. Eine weitergehende Haftung des Veranstalters besteht nicht. Die vorstehende Haftungsbeschränkung gilt auch für die persönliche Haftung der Mitarbeiter, Vertreter und Organe des Veranstalters.
8.3    Ansprüche gegen die Social Media-Plattform des Veranstalters bestehen nicht. Die Social Media-Plattform wird durch jeden Teilnehmer vollständig von jeglicher Haftung freigestellt. Die Social Media-Plattform steht in keiner Verbindung zu dem Gewinnspiel und unterstützt, sponsert oder organisiert das Gewinnspiel in keiner Weise und ist kein Ansprechpartner für das Gewinnspiel.

9    Änderungen der Teilnahmebedingungen
Der Veranstalter behält sich eine Änderung der Teilnahmebedingungen aus wichtigen und sachlichen Gründen vor, insbesondere aufgrund technischer, rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Gründe. Etwaige Änderungen werden den Teilnehmern in angemessener Form mitgeteilt.

10    Datenschutz
Die angegebenen Daten der Teilnehmer werden im Rahmen der Gewinnspieldurchführung und Gewinnspielabwicklung verarbeitet. Weitere Informationen dazu, wie Ihre angegebenen personenbezogenen Daten verarbeitet werden, befinden sich in der Datenschutzerklärung.


11    Hinweis zum Verbraucherstreitbeilegungsverfahren
11.1    Die Plattform der EU zur außergerichtlichen Online-Streitbeilegung finden Sie unter ec.europa.eu/consumers/odr/.
11.2    Der Veranstalter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Müll ist geschmackvoll - Gemeinschaftsprojekt mit der Hannoverschen Kaffeemanufaktur

Es ist eine Neuerung in Programm der Hannoverschen Kaffeemanufaktur: Eine Kaffeetüte, die im Altpapier entsorgt werden kann. Gemeinsam mit aha hat der regionale Kaffeeröster diese Verpackung entwickelt. Bisher wurden Mehrschicht-Verpackungen verwendet, die nicht in der blauen Tonne entsorgt werden können, weil besagte Beschichtung Kunststoff enthält. Dieser ermöglicht eine längere Lagerung ohne Geschmacksverlust.

„Wir wissen, dass viele unserer Kundinnen und Kunden, den Kaffee zu Hause schnell verbrauchen oder umfüllen. Das hat uns dazu motiviert, gemeinsam mit aha eine ressourcen-schonende Alternative zu den herkömmlichen Verpackungen zu entwickeln", sagt Andreas Berndt, Geschäftsführer der Hannoverschen Kaffeemanufaktur.

Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen steht bei der Hannoverschen Kaffeemanufaktur seit jeher im Mittelpunkt – vom umweltschonenden Etikettendruck über die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen bis hin zum Mehrwegtonnensystem für die Gastronomie. Auch beim Hannoccino ist die Kaffeemanufaktur mit von der Partie und unterstützt das von aha entwickelte Mehrwegsystem in ihren Filialen. „Mit ihrem Nachhaltigkeitskonzept passt die Hannoversche Kaffeemanufaktur perfekt zu unserer neuen Kampagne," berichtet Dunja Veenker, Abteilungsleiterin der Abfall- und Wertstoffsammlung bei aha.

"Es ist toll zu sehen, dass wir mit der Verpackungsneuheit gemeinsam etwas auf die Beine stellen konnten, was einen echten Mehrwert für die Umwelt bietet“,  so Veenker. Auch ein Plakat mit dem Spruch „Müll ist geschmackvoll – wenn aus Altpapier eine schicke Verpackung wird“ widmet sich der Kaffeetüte aus Papier. Es ist eines von vier Kampagnen-Motiven, die seit kurzem auf den Müllfahrzeugen in Hannover und der Region zu sehen sind.

 

Altpapier: Viel mehr als Abfall

  • 24 Müllfahrzeuge mit neuer Beklebung
  • Motive zeigen, wie wichtig Altpapier als Ressource ist
  • Aktion ist Teil der Kampagne „Müll ist das, was wir draus machen“

„Müll ist das, was wir draus machen“- mit der neuen Wertschätzungskampagne zeigt die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha), dass Altpapier eine wertvolle Ressource ist. „Müll ist schlau – Wenn sich eine alte Zeitschrift in ein neues Schulheft verwandelt“. „Müll ist geschmackvoll – Wenn aus Altpapier eine schicke Verpackung wird“. Sprüche wie diese und dazu passende Motive werden in den nächsten Tagen auf 24 Müllfahrzeugen in der Region Hannover zu sehen sein. Durch richtige Mülltrennung und Recycling finden alte Bücher, Kartons oder Zeitungen ein zweites Leben und es entstehen neue Dinge, die unser Leben bereichern. Ob als Papiertüte, Buch oder Zeitschrift: Wie vielfältig Altpapier wieder eingesetzt werden kann, machen die neuen Fahrzeug-Motive deutlich.

„Mit Altpapierrecycling werden wertvolle Ressourcen geschützt, die Natur geschont und für künftige Generationen bewahrt. Diesen Wert möchten wir mit der neuen Kampagne in den Fokus stellen und auf sympathische und moderne Art vermitteln“, erklärt aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz.

Mit dem korrekten Trennen und Entsorgen von Altpapier kann jeder Einzelne seinen Beitrag leisten, wie auch aha täglich sein Bestes gibt, damit der Müll in Hannover und der Region optimal wiederverwertet werden kann. „Müll ist das, was wir draus machen – und damit eine Gemeinschaftsaufgabe, von der alle profitieren. Pro Jahr sammelt aha um die 100 000 Tonnen Altpapier und gibt sie zurück in den Kreislauf“, sagt Dunja Veenker, Leiterin der Abfall- und Wertstoffsammlung bei aha. „Darauf sind wir stolz und freuen uns, mit der Kampagne den nächsten großen Schritt zu gehen.“

Doch damit gebrauchtes Papier seinen Wert behält und wieder in den Kreislauf gelangen kann, muss es zunächst richtig sortiert und in die dafür vorgesehene Tonne oder den Container geworfen werden. Verunreinigtes Altpapier, beschichtetes oder imprägniertes Papier und wild abgelegte, durchnässte Kartons können nicht fachgerecht recycelt werden.

Nicht nur in unserem Alltag sind Altpapier-Produkte von Nutzen, Recycling tut auch der Umwelt gut: Holzfasern können bis zu sechs Mal wiederverwertet werden – ohne dass weitere Bäume ihr Leben lassen müssen. Im Vergleich zu herkömmlich produziertem Weißpapier lassen sich bei der Herstellung von recyceltem Papier 50 Prozent Energie und 33 Prozent Wasser einsparen.

In Kürze werden im Rahmen der Kampagne weitere Initiativen starten – darunter ein Kinder-Podcast, Social-Media-Aktionen und Kooperationen mit Partnern wie der Hannoverschen Kaffeemanufaktur.