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Aus dem Vollen schöpfen

So wird ‘s gemacht:

1. Schöpfrahmen bauen

Die vier Holzlatten werden so zusammengenagelt, dass ein Rechteck entsteht.
Achtung: Die Nägel müssen am Ende der Leisten so eingeschlagen werden, ohne diese zu spalten. Wenn man vorher mit dem Hammer auf die Spitze des Nagels schlägt, bricht das Holz nicht so leicht. Man kann auch mit einem Handbohrer ein Loch vorbohren.
Den Rahmen gleichmäßig mit Fliegengaze bespannen und von unten festtackern.

Das braucht man dazu:

2 Holzlatten 2 x 2 cm dick, 30 cm lang
2 Holzlatten 2 x 2 cm dick, 20 cm lang
8 Nägel
Hammer
Fliegengaze, 40 x 30 cm

Tacker

2. Papierbrei herstellen:

Das Altpapier in kleine Stücke reißen und in einen Haushaltseimer geben. Etwa 30 g, das entspricht ca. 2 großen Zeitungsseiten. Ein Teil kann ersetzt werden durch buntes Illustriertenpapier (4 Seiten wiegen 15g), damit man hinterher im Papier einige farbige Sprenkel hat.
Den Eimer mit Wasser auffüllen, so dass die Schnipsel gut bedeckt sind (ca. 700 ml) und mindestens 5-10 Minuten, besser aber über Nacht einweichen.
Das eingeweichte Altpapier mit dem Pürierstab zerkleinern, bis ein dickflüssiger grauer Papierfaserbrei entstanden ist.

Das braucht man dazu:

alte Zeitungen, bunte Illustrierte
Pürierstab oder Mixer
1-Liter-Meßbecher
Haushaltseimer
Wasserwannen, rechteckig
Schöpfrahmen (siehe Anleitung)
viele glatte Geschirrhandtücher
Nudelholz
Wischtuch
Wäscheleine oder -ständer und Wäscheklammern
evtl. Bügeleisen
Kopfkissenbezug oder Bettlaken
Holzbretter
Kochlöffel

 
3. Papierbrei verdünnen:


Den Eimer in die Wanne entleeren, mit Wasser so weit auffüllen und gut umrühren (Fasern müssen gleichmäßig verteilt sein), dass der entstandene Brei (Pulpe) die Konsistenz von Buttermilch hat.


4. Papier schöpfen:


Holzbrett und Zeitungen werden als Unterlage bereitgelegt. Darauf ein glattes Geschirrhandtuch legen.
Nun das eigentliche Papier schöpfen: Den Schöpfrahmen senkrecht in die Wanne tauchen und wieder langsam waagerecht aus der Wanne hochheben, so dass die Gaze mit Papierfasern bedeckt ist.
Den Rahmen hin und her schütteln, damit das Wasser besser abläuft und sich die Fasern gleichmäßiger verteilen und verbinden.
Den gefüllten Schöpfrahmen umdrehen, so dass die Papiermasse nach unten zeigt.
Das feuchte Papier vorsichtig durch leichtes Klopfen aus dem Rahmen lösen.


5. Papier pressen: 

Jetzt können mehrere Papierlagen, immer mit Geschirrtuch dazwischen, übereinander gelegt werden (Reihenfolge merken).
Zum besseren Pressen kann auf den Stapel eine Holzplatte gelegt werden und mit zwei Schraubzwingen fest gezogen werden.


6. Papier trocknen:

Die Papierblätter aus der Presse nehmen und vorsichtig von den Tüchern abnehmen.
Achtung: Feuchtes Papier reißt leicht, daher zunächst einen Papierrand lösen und dann den Bogen mit beiden Händen gleichmäßig von der Unterlage abziehen.

Über das nasse Papier ein Stück Filzpappe oder Geschirrtuch legen und mit dem Nudelholz darüber rollen.

Die Bögen zum Trocken auf den Wäscheständer legen oder vorsichtig mit Wäscheklammern aufhängen.
Wenn das Papier etwas getrocknet ist, mit dem Bügeleisen trocknen und nachglätten. 

Variationen - Papieruntersuchung

• Farbiges Papier
Mit gemahlener Kreide oder Temperafarbe kann der gesamte Faserbrei in der Schöpfwanne eingefärbt werden.


• Verzierungen
Eine Tropfpipette (von Nasentropfen) mit einer Farblösung füllen und auf den frisch geschöpften Papierbogen einen oder mehrere Farbtupfer auftropfen.
Oder: Auf das frisch geschöpfte Papier getrocknete Blätter oder Gräser legen, bevor das Geschirrtuch oder auch die Filzpappe darüber gelegt wird.


• Pappe und Seidenpapier
Ein sehr dicker Faserbrei in der Schöpfwanne ergibt dickes Papier (gut für Ungeübte). Ein sehr dünner Faserbrei in der Schöpfwanne ergibt dünnes „Seidenpapier” (für Geübte).


• Zauberpapier
Auf das frisch geschöpfte Papier Kressesamen aufstreuen. Den Bogen dann pressen und trocknen, aber nicht bügeln. Das Papier wird im Schulgarten in ein Beet gelegt und gegossen. Was passiert dann?


• Schreibpapier
Selbst geschöpftes Papier ist sehr saugfähig. Um die Saugfähigkeit zu vermindern, das Papier tintenfest zu machen, wird ein Verleimungsmittel zugesetzt. In 3 l Wasser wird 100g Stärkemehl (kalt angerührt) aufgekocht und anschließend dem Faserbrei in der Schöpfwanne zugegeben und gut durchgerührt.

 

Gestaltungsmöglickeiten mit selbstgeschöpften Papier 

Schatzkarte
Selbstgeschöpftes Papier eignet sich gut für Schatzkarten. Sie sehen fast so aus, wie die, die Seeräuber in früheren Zeiten angefertigt haben.

Die SchülerInnen betrachten altes Kartenmaterial in Büchern.
Sie fertigen einen Plan des Schulgeländes mit Schulgebäude oder eines Geländes in der unmittelbaren Umgebung der Schule an.
Jedes Kind bemalt seine Schatzkarte mit geheimen Zeichen und Botschaften, deren Bedeutung auf einem Notizzettel festgehalten wird.
Leicht geknüllt und vielleicht am Rand etwas angekokelt sieht die Karte sehr echt aus.
Anhand dieser Schatzkarten wird versucht, die Geheimverstecke der MitschülerInnen zu finden.


Einladungs- und Grußkarten
Besonders gut geeignet ist selbstgemachtes Papier für Einladungs- und Grußkarten. So können Weihnachts-,Oster-, Glückwunschkarten oder auch neutrale Briefkarten gestaltet werden. Diese Karten lassen sich gut auf einem Schulfest verkaufen. 

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