Experimente mit Sickerwasser und Verrottung

Experimente zum Nachmachen

Sickerwasser entsteht im Wesentlichen aus Niederschlägen, die den Deponiekörper auf bestimmten Bahnen durchwandern und aus der austretenden Feuchtigkeit bei der Pressung des Mülls.

Auf diesem Weg werden Salze, Schwermetalle und organische Verbindungen aus dem abgelagerten Müll gelöst. Dieses Deponiesickerwasser ist hoch belastet und darf nicht in den Untergrund eindringen. Es wird aufgefangen und gereinigt.

 

Diesen Vorgang kann man mit einer eigenen kleinen Mülldeponie im Klassenzimmer nachstellen.

 

Das braucht man dazu:


  • 1 Blumentopf mit einem Loch im Boden
  • soviel Blumenerde, wie in den Topf passt, gemischt mit
  • 1 Esslöffel Salz
  • 1 Esslöffel Spülmittel
  • abgekratzten Farbresten aus dem Tuschkasten

 

So wird's gemacht:


  • Blumenerde, Salz, Spülmittel und die Farbreste aus dem Tuschkasten werden vermischt, in den Blumentopf getan und fest zusammengepresst
  • Blumentopf in eine Schüssel stellen
  • Ein Glas frisches Wasser langsam in den Blumentopf gießen.
  • Was jetzt in die Schüssel tropft, ist Sickerwasser.
  • Wie sieht das Wasser jetzt aus?

 

 

Müll ist nicht gleich Müll – ein Verrottungsversuch

 

Damit die SchülerInnen nachvollziehen können, warum nicht alle Materialien auf eine Müllhalde geworfen werden sollten und was mit den Abfällen nach dem Wegwerfen eigentlich passiert, kann ein Müllbeet angelegt werden. Das braucht man dazu:


  • einen Platz im Halbschatten, mindestens 1 m² groß
  • verschiedene Müllkomponenten
  • Holzstäbchen zum Beschriften (z.B. Spatel aus der Apotheke)
  • Bleistift
  • kleine Schaufeln
  • Arbeitshandschuhe

 

So wird's gemacht:

 

  • Zuerst sammelt die Klasse verschiedene Müllkomponenten, die im ”Beet eingepflanzt” werden sollen: Glasscherben, Zeitungspapierschnipsel, Alufolien, Kronkorken, Deckel einer Weißblechdose, Plastikscherben, Stück einer Plastiktüte und einer Papiertüte, Apfelkerngehäuse, Teebeutel, kleine Figur aus Plastik, Kartoffelschalen, Gummiring etc.
  • Jedes Teil wird in ein Loch gelegt, bedeckt, mit dem Holzspatel gekennzeichnet und auch in den nächsten Tagen leicht feucht gehalten.
  • Nach zwei Wochen können die SchülerInnen den Müll bzw. was davon übriggeblieben ist, vorsichtig wieder ausgraben. Tipp: Arbeitshandschuhe benutzen! Vorher können Vermutungen geäußert werden, was in dieser Zeit wohl im Müllbeet geschehen ist.
  • Was hat sich verändert? Haben sich alle Teile verändert, oder nur manche? Sind einige Teile vielleicht sogar verschwunden?
  • Nach vier Wochen nochmals ausgraben und nachschauen.
  • Nach Abschluss des Versuches das Beet wieder reinigen und die Abfallmaterialien in die entsprechenden Behälter sortieren.

 

Variation:

Wenn im Schulgarten nicht ausreichend Platz für ein Müllbeet zur Verfügung steht, kann dieser Verrottungsversuch auch in Blumentöpfen durchgeführt werden. Allerdings geht die Verrottung von organischen Materialien aufgrund von fehlenden Kleintieren z.B. Regenwürmern etwas langsamer.

Aktuelle Infos

  • Unsere Wertstoffhöfe und Deponien stehen zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.
  • Bitte beachten Sie, dass beim Betreten unserer Einrichtungen grundsätzlich eine Maskenpflicht (Mund-Nasen-Bedeckung) besteht.
  • Das Kundenzentrum in der Innenstadt bleibt vorerst geschlossen.
  • Zurzeit sind keine Containerbestellung möglich.
  • Kompost, Gartenerde und Rindenmulch sind auf den Deponien kostenpflichtig erhältlich. Die Abgabe von kostenlosem Kompost ist bis auf weiteres nicht möglich.