Endstation Müll

Was geschieht mit dem Restabfall?

Der 1. Juni 2005 war der Stichtag an dem sich in der Abfallwirtschaft der Region Hannover einiges änderte. Der Grund waren bundesgesetzliche Regelungen: die TASi und die ABfAblV - auf Deutsch die Technische Anleitung Siedlungsabfall und die Abfallablagerungsverordnung.

Für die Region Hannover bedeutete dies, dass die Müllverbrennungsanlage (MVA) der Firma E.ON Energy from Waste (EEW) in Betrieb ging und auf der Deponie Hannover kein Abfall mehr abgelagert werden durfte.

In der Region Hannover fallen ca. 365.00 t Restabfall pro Jahr an. Nicht dabei sind Wertstoffe wie Bioabfall, Altpapier, Altglas etc., die zu Kompost bzw. zu neuen Produkten verarbeitet werden. Von diesen 365.000 t/a werden 102.000 t zur Müllverbrennungsanlage der EEW in Buschhaus bei Helmstedt transportiert und dort verbrannt. Die anfallende Schlacke wird i.d.R. als Unterbau im Straßenbau eingesetzt, die giftigen Filterstäube meist in Untertagedeponien abgelagert.

Rund 198.000 t werden in der mechanischen Restabfallaufbereitungsanlage (MA) behandelt. Dabei werden Wertstoffe wie Metall aussortiert und grobe von feinen Bestandteilen getrennt. Die Groben (größer als 80 mm) gelten als heizwertreich, d.h. sie sind gut brennbar, wie z.B. der Sperrabfall. Die sogenannte Grobfraktion ca. 71.000 t/a, die die MA verlässt, wird in der MVA der EEW Hannover verbrannt. Das Feinmaterial enthält meist viele organische Anteile. Diese sogenannte Feinfraktion ca. 118.000 t/a kommt dann in die Biologische Restabfallbehandlungsanlage (BA).

Der Abfall wird in der BA unter Luftabschluss ca. drei Wochen vergoren, mit dem dabei entstehenden Biogas wird Strom erzeugt. Danach wird der Abfall sechs Wochen ähnlich wie in einem Komposthaufen verrottet. Durch diese Behandlung wird der Abfall reaktionsarm und die Entstehung von Deponiegas wird weitestgehend verhindert. Beides ist wichtig, da auf den Deponien bisher Schadstoffe durch das Regenwasser „ausgewaschen“ wurden und der größte Bestandteil des Deponiegases, das Methangas, den Treibhauseffekt beschleunigt. Die übriggebliebenen 72.000 t können dann auf der der Deponie Wunstorf abgelagert werden.

 

Aktuelle Infos

  • Unsere Wertstoffhöfe und Deponien stehen zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.
  • Bitte beachten Sie, dass beim Betreten unserer Einrichtungen grundsätzlich eine Maskenpflicht (Mund-Nasen-Bedeckung) besteht.
  • Das Kundenzentrum in der Innenstadt bleibt vorerst geschlossen.
  • Zurzeit sind keine Containerbestellung möglich.
  • Kompost, Gartenerde und Rindenmulch sind auf den Deponien kostenpflichtig erhältlich. Die Abgabe von kostenlosem Kompost ist bis auf weiteres nicht möglich.