Arbeitsanregungen

Mach`s mit!

Lesetext
Limousin, Odile: Die Geschichte vom Papier.
Ravensburger Buchverlag,
Ravensburg 1994

Inhaltsbeschreibung:

Leicht verständlich wird die Geschichte vom Papyrus über das Pergament bis hin zur modernen industriellen Papierherstellung erzählt. Auch auf die Verarbeitung von Altpapier wird eingegangen. Es kann als Nachschlagewerk ebenso eingesetzt werden wie als Sachtext im Deutschunterricht (geeignet für die Grundschule). 

Papier ist allgegenwärtig
Papier ist ein wertvolles Material. Unser alltägliches Leben ist stark von Papier und Papierprodukten geprägt. Nicht nur Zeitungen und Bücher, auch Banknoten, Teebeutel, Fotos, Ausweise, Stadtpläne und vieles mehr sind aus Papier. Pro Kopf werden in der Bundesrepublik täglich rund 530 Gramm Papier verbraucht, das sind etwa 106 DIN A4 Seiten.  

• Im Unterrichtsgespräch, als Gruppenarbeit oder als Hausaufgabe überlegen sich die SchülerInnen was alles aus Papier hergestellt wird.
• Um sich den Verbrauch besser vorstellen zu können, wiegen die SchülerInnen diese Menge ab. Dann wird gezählt, wie viele Blätter Papier es sind.
• Die SchülerInnen bringen in den folgenden Unterrichtsstunden jedes Stück Papier, das sie im Laufe eines Tages anfassen bzw. benutzen mit. Welche Menge Papier kommt pro Person und Klasse zusammen? Welche Produkte fehlen noch? Diese können aufgeschrieben werden. Aus der Papiersammlung kann z.B. eine dadaistische Collage gefertigt werden und zu weiteren Gesprächen anregen. 

Zum Mitdenken
Aufsatzthema: Der Tag, an dem das Papier verschwand
Die SchülerInnen schreiben einen Aufsatz mit dem Thema: Ein Tag ohne Papier. Oder auch: In Hannover ist das Papier verschwunden. Die HannoveranerInnen finden Alternativen, aber wie sehen sie aus? Womit bezahlen sie? Worauf lesen sie die neusten Nachrichten oder Comics? Worauf wird in der Schule geschrieben?  

Papiermusik
Man kann Papier nicht nur beschriften und bedrucken, Dinge damit einpacken oder es falten. Mit Papier können auch Geräusche erzeugt werden. So vielfältig wie die Papiersorten sind auch die Geräusche, die mit und aus Papier entstehen.
• Die Kinder können aus verschiedenen Papiersorten wählen: Seidenpapier, dünnes Geschenkpapier, Malpapier aus dem Malblock, Seite aus dem Schulheft, Butterbrotpapier, Zeitungspapier, glänzendes Papier (Kalenderseite), Tonkarton, Papiertüte, Wellpappe, Hygienepapier etc.
• Nun versuchen die Kinder, dem Papier verschiedene Geräusche zu entlocken: knistern, Tüte knallen lassen, mit Seidenpapier auf dem Kamm blasen, einen Papierbogen zerknüllen, knistern lassen, festes Papier flattern und knattern lassen, auf der Wellpappe wie auf einem Waschbrett schrubben.
• Nach der Experimentierphase versucht die ganze Klasse, eine gewisse Ordnung in die Vielfalt der Papiergeräusche zu bringen.
• Die verschiedenen Papierarten werden sortiert. Welche Papiergruppen lassen sich unterscheiden? 

Zum Nachdenken und Diskutieren
Rohstoffbedarf zur Herstellung von weißem Papier und Recyclingpapier
Benötigt werden für: 

1 kg Papier aus Zellstoff
Fabriken mit veralteter Technik, in Deutschland verboten, aus vielen Ländern des Ostens und der Dritten Welt üblich

Holz 2,4 kg

Wasser 400 l

Strom 12,5 kWh

Abwasser- 300g CSB
Belastung 10 g AOX

 

1 kg Papier aus Zellstoff
Fabriken mit moderner Technik

Holz 2,2 kg

Wasser 100 l

Strom 5 kWh

Abwasser- 100g CSB
Belastung 2 g AOX

 

1 kg Recyclingpapier

Altpapier 1,15 kg

Wasser 10-25 l

Strom 1-3 kWh

Abwasser- 1-2 g CSB
Belastung wenige mg AOX

• Wie unterscheidet sich der Rohstoffbedarf von neuem Papier und Recyclingpapier? Die SchülerInnen berechnen den Unterschied.

• Wie viel mal mehr Wasser und Energie wird zur Herstellung von neuem Papier benötigt? 

Zum Nachspielen
Überzeugungsarbeit leisten
Der Vergleich des Rohstoffbedarfs von „weißem“ Papier und Recyclingpapier zeigt deutlich die Vorteile des Papierrecyclings. Es ist bekannt, dass durch Altpapiersammeln die Mülldeponien entlastet werden und dass neues Papier wesentlich mehr Ressourcen verbraucht. In einem Rollenspiel kann man die Stichhaltigkeit von Argumenten unter Beweis stellen. Die SchülerInnen stellen sich folgende Situation vor:
• Sie wohnen in einem Mehrfamilienhaus. Sie selbst sind überzeugte UmweltschützerInnen, die seit langem Abfälle trennen und Papier in den Altpapiercontainer bzw. die Straßensammlung geben. Nun beobachten sie einen Hausbewohner bzw. eine Hausbewohnerin, der/die Papier regelmäßig in die Restmülltonne wirft.
• Nachbarin oder Nachbar sollen davon überzeugt werden, sich an der Altpapiersammlung zu beteiligen.
• Mit welchen stichhaltigen Argumenten könnte das gelingen?
• Welche Möglichkeiten gibt es noch für Privathaushalte, die Papierflut einzudämmen? (Aufkleber: Bitte keine Werbung einwerfen; Werbeanzeigen an die Firmen zurücksenden!) 

Diese Situation kann entweder in Form eines Rollenspiels oder schriftlich als kleine Geschichte ausformuliert werden. 

Zum Mitmachen
Erkundung
Die in der Schulumgebung/im Stadtteil liegenden Geschäfte, die Papier verkaufen, können danach erkundet werden, ob sie auch Umweltschutz- oder Recyclingpapier verkaufen. Vielleicht stellt sich der/die LadenbesitzerIn für ein Interview zur Verfügung. Das Interview sollte im Unterricht vorbereitet und z.B. im Rollenspiel geübt werden. 

Klassen-/Schulbestellung
Die Kasse kann eine Gemeinschaftsbestellung bei einem Großhändler oder Versand machen, eventuell sogar die Bestellung für die Schule organisieren.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz e.V. berät dazu und nimmt auch selbst Sammelbestellungen mit Schulrabatt entgegen

            Bürgerinitiative Umweltschutz e.V. (BIU)
Stephanusstr. 25
30449 Hannover
Tel.: (0511)443303
buerger(at)biu-hannover.de


Infotafeln und Plakate
Nicht nur die Infotafeln über den Sammelbehältern für die Mülltrennung können aus selbst hergestellten Papier gestaltet werden, sondern auch die Plakate für die Müllausstellung, für die Trödelversteigerung usw..

Aktuelle Infos

  • Unsere Wertstoffhöfe und Deponien stehen zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.
  • Bitte beachten Sie, dass beim Betreten unserer Einrichtungen grundsätzlich eine Maskenpflicht (Mund-Nasen-Bedeckung) besteht.
  • Das Kundenzentrum in der Innenstadt bleibt vorerst geschlossen.
  • Zurzeit sind keine Containerbestellung möglich.
  • Kompost, Gartenerde und Rindenmulch sind auf den Deponien kostenpflichtig erhältlich. Die Abgabe von kostenlosem Kompost ist bis auf weiteres nicht möglich.