Sei kein Müllmonster!

Müll|mon|ster, das -

Müll - ein fester Abfall eines Haushalts, der in bestimmten Behältern gesammelt [und von der Müllabfuhr abgeholt] wird

Mon| ster, das - furchterregendes, hässliches Fabelwesen, Ungeheuer von fantastischer, meist riesenhafter Gestalt

Für alle, die keine Müllmonster sind:

Upcycling, Tauschbörsen, Repair Cafés - in Hannover und der Region gibt es viele spannende Projekte, die es sich auf die Fahne geschrieben haben, Abfall zu vermeiden, aus Ungewolltem Neues zu machen bis hin zum "Zero Waste" - ein Leben ganz ohne Abfall.

Viel Spaß beim Entdecken und Ausprobieren!

 

MONSTERFREIE ADRESSEN

Ihr passt hier gut rein? Dann schreibt uns und stellt Euer Projekt vor: monsterfrei(at)aha-region.de

 


hannoverteilt - DIE GEBRAUCHTBÖRSE

Ein neuer Stuhl gegen ein Pfund Kaffee oder Kinderkleidung gegen ein Glas Schokocreme. So oder ähnlich geht es auf Hannovers online - Gebrauchtbörse zu.

www.hannoverteilt.de


FIRSTHANDMARKT - Tauschen statt kaufen

"Wir tauschen neuwertige und selbst hergestellte Dinge." Es funktioniert ganz einfach: Man kann bis zu fünf Sachen (neuwertig oder selbstgemacht) gegen Marken eintauschen. Pro Marke kann man sich dann wiederum etwas von den anderen Ständen aussuchen. Alles was übrig bleibt, wird an FairKauf gespendet.

http://firsthandmarkt.de


UPCYCLINGBÖRSE

"Du findest bei uns alles rund um das Thema Upcycling in Hannover: Ausstellungen, Märkte, Workshops, Materialien."

www.upcyclingboerse-hannover.de


Hafven - Coworking

Coworking - Auch das ist Abfallvermeidung. Das Teilen von Arbeitsplatz und Ressourcen. In Hannover ist dazu in 2016 ein ganz neues Zentrum im Hafven entstanden, wo man sich nicht nur PC-Plätze und Besprechungsräume teilt, sondern auch Maschinen für z.B. Holz- oder Metallverarbeitung.

http://hafven.de/


WERKSTATT-TREFF MECKLENHEIDE E.V.

Der Werkstatt-Treff Mecklenheide widmet sich vor allem der Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen. Neben einer Fahrradwerkstatt und Sozialkaufhäuser werden auch Upcycling-Workshops angeboten.

www.werkstatt-treff.de 


FLOHMÄRKTE UND BASARE

In Hannover und der Region gibt es zahlreiche Floh- und Trödelmärkte. Auf praktischen Übersichtsseiten findet man immer den nächsten Markt in unmittelbarer Nähe:

Kinder- und Babybasare
www.babybasare.de

Übersicht aller Märkte in Hannover & Region 
www.hannover.de


REPAIR CAFES

Nicht wegwerfen! Lieber reparieren und das kostenlos mit fachlicher Unterstützung zusammen beim Kaffee.

In Hannover und Umgebung gibt es zahlreiche Repair Cafes:


LoLa - Der Loseladen

Unter dem Motto "Wir lassen es lose" verzichtet das Lola auf alle Verpackungen und bietet die Waren in großen Behältnissen an, aus denen man sich in wiederum andere Behältnisse die gewünschte Menge abfüllen kann. Wer kein passendes Gefäß für Nudeln oder Mehl hat, kann sich gleich was Passendes im Lola leihen.

www.lola-hannover.de


Reparatur Café

Das Reparatur Café in der mittelstraße 37 in Burgdorf richtet Veranstaltungen aus um gemeinsam defekte Alltagsgeräte zu reparieren. Die Treffen sind nicht kommerziell und erfolgen unentgeltlich. Das Team freut sich jedoch über Spenden. Der Einsatz der ehrenamtlichen Reparateure trägt dazu bei die Lebensdauer von Gebrauchsgütern zu verlängern um Müll zu vermeiden, Ressourcen zu sparen und damit die Umwelt zu schonen.

www.bfb-hilfe.de

AUSTAUSCH - mehr als ein soziales Kaufhaus

Das soziale Kaufhaus AUSTAUSCH macht preiswerte Angebote für gespendete Kleidung und Haushaltswaren. Darüber hinaus möchte es vielen Hannoveranern Raum für Begegnung, Vernetzung und Hilfe geben. www.austausch-hannover.de


fairKauf

Bei fairKauf bekommt man gut erhaltene Secondhand-Waren zu fairen Preisen. Das Sortiment reicht von Haushaltwaren über Bekleidung, Möbel und Spielwaren bis hin zu Büchern und Medien. Alle angebotenen Waren sind Spenden von Bürgerinnen und Bürger. Die Verkaufserlöse investiert fairKauf in die berufliche Qualifizierung langzeitarbeitsloser Menschen mit dem Ziel der (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt.

Alle weiteren Informationen und Standorte unter www.fairkauf-hannover.de


ZERO WASTE IM ALLTAG

Zero Waste - also null Abfall. Ein Leben ohne jeglichen Müll - Wie soll das gehen?
Keine Einkaufsverpackungen mehr, streng genommen auch kein Klopapier mehr, keine Zahnpastatuben.
Zu Ende gedacht, krempelt ein konsequenter Zero Waste Lebensstil das gesamte Leben um.

Für alle, die sich dem Thema langsam nähern wollen, haben wir hier ein paar Tipps gesammelt wie man im Alltag das Müllmonster in seine Schranken weisen kann.

 

Im Supermarkt

  • Überlegt vor dem Einkauf, welche Lebensmittel noch vorhanden und nicht mehr lange haltbar sind.
  • Nehmt eine Tasche mit, dann braucht ihr keine neue Plastiktüte.
  • Viele Getränke gibt es in Mehrwegflaschen.
  • Wählt Joghurt im Mehrwegglas.
  • Vermeidet Plastikverpackungen von Obst und Gemüse. Wenn ihr auf dem Wochenmarkt einkauft, geht´s auch `ohne´
  • Leitungswasser genügt in Deutschland höchsten Qualitätsansprüchen und schmeckt gut. Das Wasser aus dem Supermarkt benötigen wir daher gar nicht
  • Kauft keine Großpackungen, wenn ein Teil der Lebensmittel später im Müll landet.
  • Mini-Portionspackungen sind viel Abfall für wenig Inhalt.
  • Verzichtet auf unnötig verpackte Produkte, wie bei Obst, Gemüse, Pralinen, Keksen

In der Küche

In Deutschland werden pro Kopf jährlich Nahrungsmittel im Wert von rund 235 Euro weggeworfen. Einkaufen mit Köpfchen ist daher nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern schont auch den Geldbeutel:

  • Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sind Lebensmittel ohne Gefahr genießbar und schmecken noch gut. Hingegen tragen einige Produkte ein Verbrauchsdatum (z. B. Hackfleisch und Räucherlachs) und sollte nach dessen Ablauf auch nicht mehr verzehrt werden.
  • Lagert die Vorräte richtig und kontrolliert sie regelmäßig.
  • Verwendet Reste weiter, dazu gibt es sogar spezielle Kochbücher.

In Büro, Schule und Universität

  • Verwendet Thermoskannen und Brotdosen für Speisen und Getränke.
  • Papierfreies Büro: Druckt keine E-Mails mehr aus 
  • Und wenn es doch sein muss: Dann bedruckt Papier beidseitig.

Beim Kauf von Kleidung

Hier gilt ganz klar: Weniger ist mehr. Weniger einzukaufen vermeidet auch Abfälle in der Produktion. Kleidungsstücke werden oft unter Bedingungen produziert, die Umwelt, Angestellte und Anwohner in den Ländern, in denen sie hergestellt werden, stark belasten:

  • Überlegt genau, was ihr benötigt. Oft ist die Anschaffung eines guten, ein wenig teureren Kleidungsstückes besser als die von mehreren von minderer Qualität.
  • Reparieren statt wegwerfen: Nutzt Änderungsschneidereien, lasst eure Schuhe neu besohlen.
  • In Second-Hand-Läden findet sich oft schicke, bezahlbare Kleidung für die ganze Familie.
  • Verschenkt Kleidungsstücke, die ihr nicht mehr tragen möchtet, z.B. an Second-Hand-Läden, soziale Kaufhäuser und Kleidersammlungen.

Bei der Anschaffung von Möbeln, Elektronikgeräten oder Ähnlichem

Bei größeren Anschaffungen sollte auf Langlebigkeit der Produkte geachtet werden. Manchmal lohnt es sich, ein wenig mehr Geld zu investieren. Viele Dinge kann man gebraucht kaufen, sich leihen oder mit anderen teilen.

  • Soziale Kaufhäuser verkaufen Möbel und Haushaltsgeräte oder nehmen diese an. Auf hannoverteilt.de könnt ihr Produkte verschenken oder tauschen.
  • Ersetzt Batterien durch Akkus: Dadurch produziert ihr weniger Sonderabfall und spart auf langer Sicht Geld.

Und

  • Einen schönen Thermobecher für den Coffee to go anschaffen
  • Mehrweg ist der Weg: Von Porzellantellern schmeckt's doch viel besser, als von Pappe
  • Bringt einen Hinweis auf euren Briefkasten an, dass ihr keine Werbung bekommen wollt

 

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