. .

Arbeitsanregungen

Zum Nachdenken und Mitmachen

Was ist Abfall?
 

Unterrichtsgespräch:

Abfall ist all das, was wir nicht mehr gebrauchen können. Die Entscheidung, was noch brauchbar oder was schon unbrauchbar geworden ist, ist schnell getroffen und oft von Modeströmungen abhängig. Ansonsten definiert jeder selbst, was er unter Abfall versteht.

 

  • Was verstehen die SchülerInnen darunter? Welche Gegenstände fallen ihnen ein, die für bestimmte Personen unbrauchbar, für andere jedoch brauchbar sind. Die Antworten können in einer Übersicht zusammengefasst werden:

Beispiel:

Gegenstand

unbrauchbar, Müll für:

brauchbar, nützlich für:

Unfallwagen

Besitzer

Schrottplatzbesitzer

als Ersatzteillager

 

 

  • Welche Begriffe fallen den SchülerInnen zum Thema: Abfall und Abfallentsorgung ein?
  • Was sagen diese Begriffe eigentlich aus? Benennen sie den tatsächlichen Sachverhalt oder suggerieren sie etwas Harmloses?
  • Wie viele verschiedene Begriffe finden die SchülerInnen


Wort

Bedeutung

Ab-fall

entfallen, wegfallen, hinfallen

Ent-sorg-ung

Von Sorgen befreit

Un-rat

Wofür es keinen Rat gibt

Sperr-müll

Was sich sperrt, in die Mülltonne zu gehen

Müll-ver-wert-ung

wertvoll

Musikinstrumente bauen - Ein klangvolles Recyclingprojekt

Recycling bedeutet, dass aus benutzten bzw. abgenutzten Gegenständen etwas Neues hergestellt wird. Oft wird hierbei aus dem Ausgangsprodukt wieder etwas Ähnliches herstellt (z.B. Papier, Glas). Aber auch völlig neue Gegenstände können durch Recycling entstehen. Recycling ist aber immer nur die zweitbeste Wahl.

 

Basteln mit Abfallmaterialien soll nicht dazu beitragen, dass der Eindruck entsteht: Es ist gut, dass wir soviel Plastikbecher verbrauchen, dann haben wir immer genug Material zum Basteln. Sinnvollerweise sollte aus solchen Materialien gebastelt werden, die sich schwer vermeiden lassen. Wichtig ist auch, nur solche Dinge daraus herzustellen, mit denen die Kinder wirklich etwas anfangen können.

 

Aus zahlreichen Abfallprodukten können einfache Klanginstrumente hergestellt werden. Danach kann mit Tönen, Klängen und Rhythmen experimentiert werden. Geeignet dafür sind z.B. abgebrannte Glühbirnen, Kronkorken, Papprollen von Toilettenpapier oder Versandrollen. Selbstgebastelte Klangkörper laden ein zum Experimentieren. Mit unterschiedlichen Instrumenten können Kinder Erfahrungen mit Geräuscherzeugung, mit Tönen, mit Musik machen.

 

Es muss keine ”schöne” Musik gemacht werden, wie z.B. mit einem Klavier oder einer Blockflöte. Mit diesen Instrumenten lösen sich SchülerInnen von herkömmlichen Vorstellungen und realisieren ihre eigene Musik. Nach der Experimentierphase kann sich ein „Orchester“ formieren und eine gewisse Ordnung in die Vielfalt der Töne gebracht werden.

 

Zigarrenschachtel-Zither

Das braucht man dazu:

• 1 Zigarrenschachtel oder flache Pappschachtel

• Laubsäge

• Gummiringe

 

So wird's gemacht:

• Die Kinder spannen mehrere Gummiringe längs über die Schachtel.

• Damit diese nicht verrutschen, können sie die Längsseiten der Schachteln einkerben

• Durch Zupfen an den Gummiringen entstehen Töne.

 

Einmachglas-Flöte

Das braucht man dazu:

• 1 Zwei-Liter-Einmachglas

• 1 Röhrchen, z.B. ein Stückchen Gartenschlauch, der Rest eines Installationsschlauchs oder ein Stück Aquariumschlauch, ca. 20 cm lang

 

So wird's gemacht

• Das Glas wird mit Wasser gefüllt und das Röhrchen hineingetaucht.

• Nun blasen die SchülerInnen schräg an dem Röhrchen, so wie an einer leeren Flasche geblasen wird.

• Testen, was passiert, wenn das Röhrchen höher oder tiefer bewegt wird.

 

Dieses Instrument erfordert etwas Übung. Den Kindern macht es aber auch Spaß, einfach nur blubbernde Geräusche zu erzeugen.

 

Waschmitteltonnentrommel

Das braucht man dazu:

• 1 leere Waschmitteltonne, kann ruhig eckig sein

• doppelseitiges Klebeband

• Schnur

• ein Stück alte Plastiktischdecke, ein altes Fensterleder, sehr dicke Folie oder doppelt gelegte Plastiktüten für die Bespannung

• bunte Papierreste zum Verzieren

• lösemittelfreier Kleber

 

So wird's gemacht:

• Die Tonne wird unterhalb des Randes ringsherum mit doppelseitigem Klebeband beklebt.

• Dann wird das Trommelfell aufgespannt. Es muss sehr straff sitzen (das geht am besten, wenn

ein Erwachsener mithilft). Es wird an dem doppelseitigen Klebeband festgeklebt und fest mit Schnur umwickelt.

• Mit bunten Papierresten (Geschenkpapier, Ausschnitte aus Illustrierten) und Kleber wird die

Trommel nach Belieben verziert.

 

alle möglichen Rasseln

Das braucht man dazu:

• verschiedene Papierrollen oder leere Konservendosen

• Reste von Plastiktüten

• Gummiringe oder doppelseitiges Klebeband

• Steinchen, Erbsen, Sand oder Reis

• Tuschkasten und Pinsel, Wachsmalstifte oder Papierreste und Kleber.

 

So wird's gemacht:

• Eine Seite der Röhre wird mit Resten von Plastiktüten mit Gummis oder doppelseitigem Klebeband verschlossen.

• Dann kommen die Geräuschemacher rein: Steinchen, Erbsen, Sand, Reis etc.

• Die Rasseln können bunt verziert werden.

 

Glühbirnenrassel

 

Das braucht man dazu:

Abgebrannte Glühbirnen (keine Energiesparlampen!)

Zeitungspapier

Tapetenkleister

Tuschkasten und Pinsel

farbloser Lack (auf Wasserbasis)

 

So wird's gemacht:

• Abgebrannte Glühbirnen werden mit Tapetenkleister eingestrichen und mit mehreren Lagen Zeitungspapier dick beklebt.

• Nach dem Trocknen hat sich eine harte Schale um die Glühbirne gebildet.

• Mit einigen leichten Schlägen auf den Tisch zersplittert die innen liegende Glühbirne, die Scherben rasseln und klappern in den festen Hüllen.

• Bunt anmalen und das Instrument mit einer dünnen Lackschicht aus farblosem Lack schützen. Es erhält dadurch auch zusätzliche Stabilität.

 

Kronkorkenschalmei

 

Das braucht man dazu:

Kronkorken von Flaschen

1 gegabelter Ast

Hammer und Nagel oder Dosenöffner

dünne, feste Schnur oder dünner Blumendraht

 

So wird's gemacht:

• Die Kronkorken werden mit Nagel und Hammer oder mit dem Dorn eines Dosenöffners gelocht.

• Die Kronkorken werden auf eine feste, nicht zu dicke Schnur oder auf dünnen Blumendraht aufgefädelt und oben an dem gegabelten Ast befestigt.

Variation:

• Die Kinder nageln immer zwei oder drei Kronkorken mit einem langen Nagel auf eine Holzleiste.

• Je nach Größe der Leiste passen drei oder vier Nägel untereinander.

 

Regenmacher

Das braucht man dazu:

1 Pappröhre, wie sie z.B. für den Versand von Plakaten verwandt wird

Hammer und Nägel

Reis oder kleine Steinchen

Papp- oder Papierreste

bunte Papierschnipsel

Kleber, lösemittelfrei.

 

So wird's gemacht:

• In die Pappröhre werden ringsherum Nägel eingeschlagen.

• Dann füllt man die Röhre mit Reis oder kleinen Steinchen.

• Mit Papp- oder Papierresten und Kleber wird die Röhre oben und unten fest verschlossen.

• Mit buntem Papier bekleben – fertig ist der Regenmacher!

Abfalltipp

Medikamente

Medikamente in der Mülltonne sind eine Gefahr für Kinder. mehr